Aromatischer Kaffee im Würfel: Coffeecube im Test

Kaffee als Trendgetränk gibt es mittlerweile häufig mit künstlichen Aromen versetzt, z.B. Vanille, Haselnuss oder sogar Minze. Die Firma Coffeecube aus Hamburg versucht hier mit natürlich aromatisiertem Kaffee (in Bohnen- oder Pulverform) einen klaren Kontrast zu setzen; ganz nach dem Motto: “Nur natürlich ist gut.” Hier erhält man also je nach Wahl Bohnen oder Kaffeepulver, die einer speziellen Behandlung zur natürlichen Aromatisierung unterzogen worden sind.

Zur Wahl stehen:

  • Kokosnuss
  • Erdbee-Sahne
  • Haselnuss
  • Vanille
  • Spanisch-Karamell
  • Schoko Orange

Der Kaffee soll laut Coffeecube etwas besonderes sein, dafür spricht nicht nur die aufwendige Behandlung des Kaffees an sich und das hochwertige Produktdesign, sondern auch der Preis: Stolze 6,95 € kostet ein Paket mit 220g Kaffee. Dies entspricht einem Kilopreis von knapp über 31,- €. Also etwas für echte Genießer oder besondere Anlässe – ein Alltagskaffee möchte Coffeecube aber gar nicht sein. Ob der aromatisierte Kaffee dem besonderen Anspruch gerecht wird, versuche ich im folgenden Test zu klären.

Als Grundlage für meinen Test dienen die Sorten Haselnuss und Schoko-Orange, die freundlicherweise von Coffeecube zur Verfügung gestellt wurden.

Erster Eindruck: DHL steht vor der Tür: Zeit für Kaffee! Erwartungsvoll öffne ich den Karton. In ihm befinden sich zwei kleine Würfel, eben die Coffeecubes. Das Design und die Art der Verpackung gefällt mir. Dies wird dem Premium-Anspruch von Coffeecube auf jeden Fall gerecht und spiegelt wider, was der aromatisierte Kaffee sein soll: etwas besonderes, dezent aromatisiert und ein hochwertiges Produkt.
Ich öffne einen der Würfel. Darin befindet sich der Kaffee extra versiegelt in einer Art Frischhaltebeutel, der sich sogar wiederverschließen lässt.

Verpackung - erster Eindruck zum Coffeecube

Verpackung - erster Eindruck zum Coffeecube

Bohnen - erster Eindruck zum Coffeecube

Duft des Kaffees: Zu erst nehme ich mir den Haselnuss Kaffee vor. Das Aroma erscheint mir im Vergleich zu künstlichen Aromastoffen sehr natürlich, auch der charakteristische Kaffeeduft ist noch gut erkennbar. Meiner Meinung nach insgesamt sehr angenehm.

Dann “Schoko-Orange“: Hier liegt die Betonung ganz eindeutig auf Orange, nicht mal der Kaffee ist noch erkennbar im Duft vorhanden. Schokolade? Keine Spur. Nur mit dem Gedanken an Jaffa Cakes, deren Duft sehr vergleichbar mit dem des Kaffees ist, kann ich mir vorstellen, dass Schokoladenaroma auch enthalten ist. Gerade im Hinblick auf das dezente Auftreten der Coffeecubes war ich etwas überrascht, dass der Duft der Orange so sehr alles übertüncht, was den Kaffee eigentlich ausmacht. Der erste Eindruck ist also eher mäßig ausgefallen, was die Sorte “Schoko-Orange” betrifft.
Der Eindruck ist übrigens nach dem Brühen geblieben, wenn auch beide Aromen sich durch den Brühvorgang deutlich abgemildert haben.

Geschmack:

Ich trinke zu erst Haselnuss. Dies war auch insgeheim mein Favourit bei allen Sorten neben Spanisch-Karamell. Ein erster Schluck meines schwarzen Kaffees bestätigt: Ähnlich wie der Duft des Kaffees ist auch der Haselnuss Geschmack mild ausgefallen. Dafür kommt das Aroma gut rüber: Statt völlig vergessen zu machen, dass es sich hier um Kaffee handelt, geht das Haselnuss Aroma hier mit dem Kaffee eine echte Symbiose ein. Mild und aromatisch, so würde ich den Kaffee beschreiben. Auch die zweite Tasse mit Milch hat mir gut gefallen. Wer geschmackliches Understatement und dezente Aromen mag, wird auch einen Platz für Coffeecube Haselnuss im Kaffeeregal haben. Insgesamt ist der Geschmack gut. Um dem Kaffee ein “sehr gut” zu geben, fehlt mir das Besondere daran: Das Aroma und der Kaffee an sich hätte insgesamt etwas kräftiger sein können.

Beim Stichwort “kräftiger” möchte ich zu der Sorte Schoko-Orange von Coffeecube kommen. Hier hatte sich ja schon beim Duft des Kaffees angedeutet, dass die zugesetzten Orangen-Aromen absolut dominant sind. Dies hat sich auch beim fertig gebrühten Kaffee bestätigt, auch wenn es insgesamt etwas abgemildert ist. Wo das Schokoladenaroma abgeblieben ist, klärt sich auch nicht beim fertigen Kaffee auf. Wenn ich bei der Geschmacksrichtung Haselnuss noch von einer geschmacklichen Symbiose sprach, muss ich hier sagen, dass ich die Kombination von Kaffee und Orange weniger passend finde. Ist man Fan der Jaffa Cakes, was ich im Übrigen nicht bin, findet man vielleicht Geschmack daran. Mir fehlt die Stimmigkeit – die Orange setzt sich zu deutlich vom Kaffee ab und bleibt auch noch lange als Nachgeschmack hängen, was ich als unangenehm empfand. Insgesamt ist der Geschmack hier noch ausreichend. Zumindest kann ich hier sagen, dass der Kaffee einen wirklich besonderen Geschmack hat, der aber durchaus hätte etwas dezenter ausfallen können. Schade auch, dass die Schokolade nicht zur Geltung kommt.

Fazit: Coffeecube überzeugt vor allen Dingen durch Design und eine gute Produktidee. Insgesamt kommt das Ganze sehr elegant rüber und wird dem Premium-Gedanken gerecht. Dafür bezahlt man aber auch knapp über 31,- €/kg Kaffee (+ Versand). Ob es lohnenswert ist, deutlich günstigere künstliche Aromen gegen Coffeecube einzutauschen, bleibt jedem selbst überlassen.
Die Kaffeesorten hier im Test waren leider nur zum Teil überzeugend. Mit Einbezug der gelungenen Verpackung und des durchdachten Designs, bekommt Coffeecube von mir dennoch gute 7 von 10 Kaffeebohnen.

7/10 Kaffeebohnen für Coffeecube Kaffee aus Hamburg

Weitere Kaffeetests findet ihr in unserer Übersicht.

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4 Kommentare to “Aromatischer Kaffee im Würfel: Coffeecube im Test”

  1. Hallo Tester, wir von Coffeecube freuen uns über sieben Kaffeebohnen. Haben eure Kritikpunkte gehört und werden es in entsprechender Runde diskutieren. Wir möchten uns immer weiter verbessern und sind deshalb immer dankbar über Foren wie Eure Plattform. Macht weiter so und Liebe Grüße…

  2. Bin mir am überlegen den Kaffee zu bestellen. Welche Sorten kannst du den besonders empfehlen?

  3. Guten Kaffee kann man gar nicht genug im Hause haben. Ähnlich wie beim Käse sind die Unterschied aber so riesig, dass man schon mal den Spezialisten befragen muss. Danke für die gute Liste, werde mal testen.

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  1. Kaffee-Espresso-trinken - Blog: Rund um das schwarze Gold - Senseo, Nespresso, Tassimo, Dolce Gusto und Vollautomaten - 21. Juli 2010

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