Charakterkaffee im Test: Maskal Yirga Cheffe Spezial

Der Yirga Cheffe Spezial von Maskal hat nicht nur geschmacklich den Hang zum Charakterkaffee: Auch die Firma “Maskal – fine coffee company” von der dieser Kaffee stammt, hebt sich von anderen Firmen dieser Branche ab. Das besondere an Maskal ist das sogenannte “Coffee-Hunting” (also das Suchen neuer Kaffee-Sorten in aller Welt) als ein wichtiger Bestandteil des Firmenkonzepts. Man hält nicht an Bekanntem fest, sondern engagiert sich stetig dafür, neue Kaffee-Sorten zu finden, auch unter dem Gesichtspunkt Fairtrade. Der hier vorliegende Yirga Cheffe Spezial aus Äthiopien ist laut Maskal “[...]  einer der begehrtesten Kaffees auf dem Spezialitätenmarkt”. Grund genug sich diesen Kaffee einmal genauer anzuschauen!

Erster Eindruck: Der Kaffee kommt in einer Verpackung mit Frischeventil, was mittlerweile Standard ist. Die Verpackung an sich kommt sehr schlicht daher, was im Ergebnis einen guten, hochwertigen Eindruck vermittelt, der sich aber auch nicht durch Besonderheiten absetzen kann. Was aber letztlich zählt, sind natürlich die inneren Werte… . Die Beschreibung aus einer Pressemitteilung von Maskal lässt jedoch große Erwartungen entstehen, dort heißt es:

Der„Yirgacheffe special“, langsam reifend im „Tal des Nebels“ in Süd-Äthiopien, ist eine geschmackliche Offenbarung: intensiv würzig, mit betonter Fruchtnote und einer Aromenexplosion, die in der  Kaffeewelt ihresgleichen sucht. Dieser Kaffee, der bei allen Verkostungen rund um den Globus regelmäßig Höchstnoten erzielt, ist ohne Übertreibung als „outstanding“ zu bezeichnen.

Duft: Haltet ihr diese Bohnen einem Nicht-Kaffeetrinker unter die Nase, wird er mindestens die Nase rümpfen oder aber das Gesicht verziehen. Denn: Der Yirga Cheffe Spezial kommt schon im Duft äußerst intensiv daher und hebt sich stark von bisher getesteten Kaffees ab, vor allen Dingen durch eine schwere, rauchige aber zugleich feine und fruchtige Note.


Geschmack: Der Yirga Cheffe Spezial ist geschmacklich wohl der bisher allumfassendste Kaffee, den ich bisher getrunken habe. Hier ist sowohl das herbe Nuss-Schokolade Aroma herauszuschmecken, wie auch fruchtige Nuancen. Anspruchsvoll ist der Kaffee dabei allemal: Wer einen einfachen Vollautomat mit wenig Einstellungsmöglichkeiten hat, dem ist von diesem Kaffee abzuraten. Mahlgrad wie auch Pulvermenge müssen hier auf den Punkt eingestellt werden, ansonsten gelingt es nicht, das Potenzial dieses Kaffees auszuschöpfen. Insgesamt ist dies also ein Kaffee für anspruchsvolle Kaffeetrinker, die kräftigen und vielseitigen Kaffee mögen.

Fazit: Der Yirga Cheffe Spezial (erhältlich bei Maskal) aus dem “Tal des Nebels” ist ein geschmacklich komplexer und anspruchsvoller Kaffee. Für 21,80 €/kg (zzgl. Versand) werden Genießer kräftiger Aromen mit einem Kaffee belohnt, der vielschichtige geschmackliche Welten auftut, manche aber sicherlich auch überfordern wird. Ein echter Charakterkaffee, der sich positiv aus der Masse abhebt. Dafür gibt es 8 Punkte.

Bewertung

Weitere Kaffeetests findet ihr in unserer Übersicht.

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2 Antworten zu “Charakterkaffee im Test: Maskal Yirga Cheffe Spezial”

  1. Hallo Kevin,

    vielen Dank für die prima Firmen- und Kaffeebeschreibung! Die Bezeichnung als “Charakterkaffee” gefällt mir gut! Sehr gut sogar!

    Übrigens: Vor wenigen Wochen hat exakt dieser Kaffee beim diesjährigen SCAA-”Roaster’s Choice Tasting Award” in Atlanta den 1. Platz belegt! Der Kaffee wurde von “Equator Estate Coffee & Teas” unter dem Originalnamen “Ethiopia Idido Misty Valley” eingereicht (den ich für den deutschen Markt in “Yirgacheffe special” abgeändert habe). Das hat mich natürlich sehr gefreut, und eine solche Platzierung gelingt in der Tat nur mit einem echten “Charakterkaffee”.

    Das “Coffee-hunting” treiben wir weiter voran und bauen dafür gerade eine eigene Website auf. Die ersten neuen “Hunting”-Kaffees begeben sich demnächst auf die Reise zu uns: aus Thailand, Nepal und dem Südseestaat Vanuatu.
    Hättest Du Lust Dich in die Liste der Tester für explizit diese (auf dem deutschen Markt in der Regel unbekannten) Kaffees einzureihen? Zur Teilabdeckung unserer Kosten verlangen wir einen Jahresbeitrag von 15,- €. Dafür gibt es 3 – 4 Mal pro Jahr jeweils 2 – 3 ausgefallene Kaffees. Die Testergebnisse werden Grundlage für die Entscheidung sein, ob wir den Kaffee in einer größeren Menge kaufen werden – oder nicht. Gibt mir einfach Bescheid, falls Du Lust hast mitzumachen. Ich würde mich jedenfalls freuen!

    Viele Grüße,

    Hans

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  1. Wo kauft Ihr Euren Yirgacheffe? -Seite 2 - Kaffee-Netz - Die Community rund ums Thema Kaffee - 22. Apr, 2010

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