Langen Espresso Malabar im Test: “Tanzt Samba auf der Zunge!”

Der Kaffee von Langen ist schon eine Klasse für dich: Hier im Blog habe ich bisher keinen der Kaffees unter 7 von 10 Punkten bewertet. Jedes mal wenn ich einen Kaffee von Langen in der Hand halte und meine Maschine fülle, sind die Erwartungen dementsprechend hoch. Dieses mal habe ich den Espresso Malabar zum Test hier – damit der erste Espresso von Langen, den ich überhaupt teste. Laut Langen ist dies ein Kaffee mit einzigartigem, weichem und säurearmen Geschmack. Das klingt schon recht angenehm und macht Lust auf die Verkostung. Mal schauen, was der Espresso zu bieten hat.

Erster Eindruck: Langen Kaffee ist eine Privatrösterei aus dem Sauerland und eine der Instanzen im Internetversand, wenn es um Kaffee geht. Die Kaffees der Rösterei werden von vielen Kaffeetrinkern gelobt und genießen einen guten Ruf. Auch preislich kann das Angebot von Langen überzeugen – nun wurde auch der Mindestbestellwert gesenkt, sodass man auch kleinere Mengen Kaffee bestellen kann (vorher ab 31,- €). Auch der neue Online-Shop von Langen wirkt aufgeräumt und bis auf einige Kleinigkeit sehr stimmig. Hier wurde definitiv dazugelernt. Traditionell kommen hier noch einige Informationen zum Röster Langen aus Medebach:

Langen Kaffee will sich von den Großröstereien abgrenzen. Die sauerländer Rösterei nimmt sich Zeit und röstet die Bohnen bei geringerer Hitze, dafür aber länger als Industrieunternehmen. So kann sie alle Duft- und Aromastoffe aus den grün-gelblichen Rohkaffeebohnen gewinnen. Dabei muss Langen zwar Gewichtsverluste und einen höheren Energieaufwand hinnehmen – doch nur so sind höchste Qualität und gute Verträglichkeit gewährleistet.
Mischungen mit unverwechselbarem Geschmack

Duft: Die ölig glänzenden Bohnen des Espresso Malabar verströmt hauchzarte Schokoladennoten, die insgesamt von einer rauchig-herbigen Gesamtnote getragen werden. Somit ist schon der erste Eindruck sehr positiv!

Langen Kaffee: Tatico Cafe Creme

Geschmack: Zuvorderst habe ich den Langen Espresso Malabar als Schümli getrunken. Obwohl ich die Durchlaufzeit trotz feinster Mahlgradeinstellung nie optimal hinbekommen habe (immer zu kurz), hat dieser Espresso als Schümli seine Qualitäten bewiesen. Vollmundig, schokoladig-rauchig und herb-aromatisch kann der Espresso in dieser Disziplin punkten. Ein Gast bestätigte dies und meinte “Der Kaffee tanzt ja Samba auf der Zunge”… dies kann ich nur bestätigen! Entgegen der Beschreibung von Langen ist dies ein kräftiger Espresso mit vollem Mundgefühl und langem, herbem Abgang. Die Säure ist aber wie beschrieben mild und zurückhaltend – damit ist auch die Verträglichkeit des Espresso gesichert. Als Espresso hatte ich mit den öligen Bohnen leider ähnliche Probleme wie beim Schümli. Hier fällt dies jedoch beim Geschmack deutlicher ins Gewicht, sodass ich beim Espresso leider kein überzeugendes Ergebnis bekommen habe. Es ist jedoch erstaunlich, wie gut der Espresso Malabar als Schümli schmeckt, auch wenn bei mir die Durchlaufzeit eher suboptimal ist.

Fazit: Für 14,95 € / kg bekommt man mit dem Langen Espresso Malabar (erhältlich im Online-Shop von Langen-Kaffee) eine Espressomischung, die auch mit suboptimaler Durchlaufzeit top Ergebnisse beim Cafe Creme (bzw. Schümli Kaffee) erzielt. Als Espresso konnte der Malabar mich leider nicht überzeugen, eben weil ich im Vollautomaten keine optimale Durchlaufzeit erreichen konnte. Der Espresso Malabar bekommt als anspruchsvolle Mischung auf Basis des hochgelobten Indian Monsooned Malabar von mir 7 von 10 Punkten. Wer aromatischen und gleichzeitig verträglichen Kaffee mit sehr milder Säure möchte, ist hier bestens beraten. Im Siebträger wird man sicherlich bessere Ergebnisse beim Espresso erzielen können.

Bewertung

Weitere Kaffeetests findet ihr in unserer Übersicht.

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5 Kommentare to “Langen Espresso Malabar im Test: “Tanzt Samba auf der Zunge!””

  1. Ich würde euch ja den India Monsooned von Mondo del Caffè empfehlen, ähnliche Eigenschaften:

    Der Monsooned ist ein Arabica Kaffee aus Indien der in offenen Lagerhäusern dem Monsunregen ausgesetzt wird. Dadurch erhält er ein sehr spezifisches Aroma. Im Ergebnis sehr mild aber dennoch würzig, vor allem dich als “schümli” Fan wird der sicher umhauen ;)

  2. IM SIEBTRÄGER schmeckt dieser Kaffee Als ESPRESSO vorzüglich.

  3. Hi Hans,

    leider habe ich keine Möglichkeit, den Espresso im Siebträger zu probieren! Hier geht’s in erster Linie darum, dass der Kaffee bzw. Espresso im Vollautomat getestet wird.

    Beste Grüße

  4. Hallo Kevin,
    ich finde halt nur schade, dass du schreibst, als Espresso könne er dich nicht überzeugen. Gerade als Espresso, gezogen aus einer Bezzi finde ich seinen leicht nussigen und angenehm fruchtigen Geschmack wunderbar.

  5. Ich bin hier gerade per google gelandet und kann Hans da nur zustimmen, auch wenn er für mich eher bitterschokoladige Aromen bringt, als fruchtige.

    Liegt aber bestimmt (auch) an der Bezugstemperatur und Charge. :)

    Im Cappuccino (12g als Espressogrundlage) ist er wirklich ein “Guten Morgen!” Kandidat und sehr kräftig, ohne überzogen zu wirken. Setzt sich bestens in der Milch durch!

    Nachmittags sind mir dann mildere 10,5g lieber. ;)

    Ich habe so langsam alle Langen Sorten durch und der Malabar ist für mich wirklich _der_ Kandidat für Cappuccino.

    Wenn du einen guten, kräftig/würzigen Kandidaten für Schümli suchst, solltest du vielleicht auch mal den Fuerte versuchen. Mich hat dieser in einer Mischung aus Schümli und Americano jedes mal aufs neue überzeugt.

    Ist aber eher würzig und nicht so nussig/schokoladig wie der Malabar.

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