Senseo Kaffeepads im Test

Senseo KaffeepadsIch habe vor Kurzem einige Packungen Senseo Kaffeepads zugesandt bekommen zusammen mit der Senseo Quadrante, die ich bereits ausführlich vorgestellt habe. Da ergibt sich nur die logische Konsequenz, dass ich die Senseo Sorten einmal genauer unter die Lupe nehme. Um einen einigermaßen objektives Ergebnis zu bekommen, habe ich nicht selbst getestet, sondern Senseo Kaffee-Trinkern und Filterkaffee Trinkern den Senseo Kaffee probieren lassen. Wie sich die Senseo Kaffeepads im Test geschlagen haben, erfahrt ihr hier!

Vorweg noch eine kleine Erklärung, warum ich nicht selbst getestet habe: Das Brühsystem der Senseo arbeitet mit wenig Druck (unter 2 Bar), sodass im Ergebnis ein mit Filterkaffee vergleichbarer, aber dennoch eigener Geschmack entsteht. Wer mehr zu den Brühsystem (und über deren Vor- und Nachteile) lesen möchte, sollte am besten mal in meinen Systemcheck schauen! Dort sind alle bekannten Pad- und Kapselsysteme aufgelistet und vorgestellt. Ich selbst bin hochwertigen Kaffee und Espresso gewohnt, den ich hier im Blog auch regelmäßig teste und vorstelle. Diesen teste ich im Vollautomaten, der mit deutlich mehr Druck arbeitet und den Kaffee frisch mahlt. Zusätzlich kann ich hier die Parameter beliebig einstellen, um den Kaffeegeschmack zu variieren. Kurz gesagt: Mir schmeckt der Senseo Kaffee nur bedingt und ich kann zwischen den Sorten keine großen Unterschiede ausmachen. Demnach war es hier sinnvoll, Leute als Tester zu nehmen, die diesen Kaffee schon täglich trinken oder den ähnlichen Filterkaffee gewohnt sind. Nun zu den Ergebnissen!

Senseo KaffeepadsDer Senseo Cappuccino (UVP 2,69 € für 10 Pads) ist der erste Kaffee im Test. Hierbei handelt es sich um ein doppeltes Kaffeepad, das zusätzlich zum Kaffee noch Milchpulver enthält. Ich sage hier bewusst Kaffee, denn echten Cappuccino zu dem auch Espresso gehört, kann die Senseo nicht herstellen. Von dem Cappuccino war der Großteil der Tester überzeugt, auch ihm ein leicht pappiger Geschmack nachgesagt wird, den ich bestätigen konnte. Dies fällt aber nicht so negativ auf, sodass die Tester den Senseo Cappuccino durchschnittlich mit 7 von 10 Punkten bewerten.

Der Senseo Café Choco (UVP 2,69 € für 10 Pads) ist schwer einzuordnen. Ob der Schokoladen- oder der Kaffeegeschmack überwiegt, konnten die Tester nicht sagen. Jedenfalls ist er nicht mit Kakao vergleichbar – der Schokoladenanteil tritt angenehm und dezent zum Vorschein. Mit einem guten Ergebnis von 7 von 10 Punkten bewerteten die Tester den Café Choco ebenfalls sehr positiv.

Senseo Kaffee Klassisch (UVP 1,99 € für 16 Pads) ist ein typischer Kaffee zum “Kaffee trinken” am Nachmittag. Von den Testern wird dem klassischen Kaffee eine Ähnlichkeit zum Filterkaffee nachgesagt mit einem ausgewogenen Aroma, das “weder zu stark noch zu lasch” rüberkommt. Insgesamt gibt es dafür im Schnitt 6 von 10 Punkten, insbesondere, weil dem Kaffee z.T. eine leichte Wässrigkeit nachgesagt wurde.

Beim den kräftigen Senseo Kaffeepads (UVP 2,69 € für 16 Pads) sind sich die Tester einig gewesen: Hier überwiegt der gute Eindruck, dass bei diesem Kaffee der stärkste Kaffeegeschmack erreicht wird, der vergleichbar mit Filterkaffee ist. Dennoch hat der Kaffee nicht auf ganzer Linie überzeugen können, sodass 6 von 10 Punkten vergeben worden sind.

Nun wieder zu einem Kaffee, der für den doppelten Padhalter ausgelegt ist: der Senseo Frühstückskaffee (2,69 € für 10 Pads). Bei diesem ist doppelt soviel Kaffee enthalten, wie bei einem normalen Pad. Das reicht dann für eine große Tasse am Morgen aus. Beim Frühstückskaffee sind sich die Tester nicht einig: Einige bescheinigen dem Kaffee einen milden Geschmack mit idealer Frühstückstauglichkeit, andere wiederum finden ihn leicht bitter und zu wässrig. Dies könnte auch an dem Phänomen liegen, dass der Senseo Kaffee beim Durchlauf von zwei Tassen generell wässriger schmeckt, als wenn man Einzelpads zwei mal durchlaufen lässt. Insgesamt erhält der Morgenkaffee jedenfalls mittelprächtige 5 von 10 Punkte.

Der entkoffeinierte Senseo Kaffee (UVP 1,99 € für 16 Pads) schneidet in einhelliger Meinung von allen Sorten am schlechtesten ab. Ihm wird ein langer, unangenehmer Nachgeschmack nachgesagt. Dies überwiegt im Ganzen auch deutlich, sodass der Senseo Kaffee ohne Koffein im Test das Schlusslicht mit durchschnittlich 2 von 10 Punkten bildet.

Fazit des Test: Im Ergebnis haben die doppelten Pads (Cappuccino, Café Choco, Frühstückskaffee) sehr gut abgeschnitten. Lediglich der Frühstückskaffee ist bei den Testern zumindest etwas skeptisch aufgenommen worden. Der kräftige sind klassische Senseo Kaffee bilden das Mittelfeld, dass sich im Bereich des mit Filterkaffee vergleichbaren bewegt. Als trauriges Schlusslicht steht der entkoffeinierte Senseo Kaffee da, der nach keinem Tester besonders empfehlenswert ist.

Ich freue mich natürlich über eure Kommentare zum Test!

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2 Antworten zu “Senseo Kaffeepads im Test”

  1. Probiert mal den Kenya Blend. leider nicht in Deutschland zu kaufen, wir bringen ihn immer aus Holland mit. :)

  2. Mit sehr viel Interesse hab ich jetzt schon einige Artikel hier zum Thema Senseo gelesen. Alle wirklich inhaltlich sehr Informativ!

    Bzgl. den getesteten Senseo-Kaffeesorten… könnte man da auch vielleicht auch noch die anderen testen? Es gibt ja mittlerweile noch die Sorten Caffe Crema, Caffe Latte, Colombia Blend, Brazil Blend, Sevilla, Vienna und Rio de Janeiro.

    Ich weiß natürlich, dass Geschmäcker verschieden sind und sich jeder seine eigene Meinung bilden sollte. Allerdings sind hier ja Profis unterwegs, die den Geschmack besser klassifizieren und bewerten können.

    Ich persönlich mag den Caffe Crema :) Caffe Choco nicht so :(

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