Espresso “Grano Entero” aus Costa Rica im Test

Angenehm überrascht war ich, als ich letztens erfuhr, dass es nun Kaffee aus Costa Rica im Internet zu bestellen gibt. Aus dieser Region habe ich bisher noch gar keinen Kaffee getrunken und ich glaube in Sachen Kaffee hat das Land bisher auch keine allzu große Reputation. Umso interessanter finde ich es natürlich, diesen außergewöhnlichen Kaffee zu testen! Auf der frisch eigerichteten Homepage bestselection24.de kann man den Costa Rica Espresso bestellen für 23,38 € pro kg. Die Geschmacksbeschreibung hier lässt große Erwartungen aufkommen, denn hier wird erwähnt, dass es sich hier um einen der besten Espressi handele, der vor allen Dingen durch seine Unverwechselbarkeit besticht.

Erster Eindruck: Zu den Produkten von bestselection24.de habe ich schon einiges im Test zum Valle Sagrado Kaffee aus Peru geschrieben. Daher hier ein Auszug: Es fällt vor allen Dingen die ungewöhnliche Packung des Kaffees sofort ins Auge. Dadurch war ich schon vornherein positiv überrascht. Die importierten Produkte von bestselection24.de stammen übrigens von Café Britt mit direktem Sitz in Costa Rica seit 1985. Das Geschäft der Firma umfasst mittlerweile rund 6 Ladengeschäft und einen professionell aufgemachten Online-Shop. Hier könnte bestselection24.de noch nachbessern: Während man bei Café Britt direkt sehr umfangreiche Geschmacksbeschreibungen und professionelle Fotos der Prdoukte sehen kann, sind die Infos auf der deutschen Website noch zu wenig. Der Shop ist aber noch nicht allzu lange online – sehen wir also, was die Zukunft bringt.
Zumindest beim Costa Rica Espresso Grano Entero findet sich eine ausführliche, wenn auch nicht allzu aussagekräftige Beschreibung. Dies ist auf jeden Fall schon mal ein Schritt in die richtige Richtung.

Duft: Der sehr dunkle Espresso Grano Entero aus Costa Rica ist ebenso wie schon der Valle Sagrado aus Peru schwer zu beschreiben. Obwohl sich in der Packung 100% Arabica Bohnen befinden, finden sich hier herbe, schwere Noten, die mich stark an Robusta-Bohnen erinnern. Definieren kann ich den Duft nicht genauer. Weder nussige noch schokoladige Noten dominieren, der Duft bleibt undefiniert.

Cafe Britt: Grano Entero Espresso

Geschmack: Zunächst habe ich den Espresso aus Costa Rica wie immer als Schümli probiert. Wie schon im Duft festgestellt fehlt mir hier insgesamt die geschmackliche Definition, die ich von einem Gourmet-Kaffee erwarte. Auch die bei bestselection24.de genannte “Süße” und “Säure” der Arabica-Bohnen fehlt mir völlig. Hier würde dem Espresso Grano Entero ein Anteil an Robusta-Bohnen sicherlich gut stehen. So bleibt der Espresso aus Costa Rica leider konturlos als Schümli. Er ist leider nicht besonders süß und auch die Säure zurückhaltend. Als Espresso zubereitet habe ich den Grano Entero natürlich auch: Positiv anzumerken ist hier auf jeden Fall,  dass man mit kaum einer Einstellung ein Ergebnis erreicht, das nicht trinkbar ist. Wenig divenhaft lässt sich der Espresso zubereiten. Die Ergebnisse sind solide: Die Säure kommt hier ausgewogener zur Geltung und auch die beschriebene Süße kann ich wieder entdecken. Trotzdem erfüllt der Espresso nicht die Kriterien eines Spitzenkaffees, denn es fehlt an der Einzigartigkeit des Aromas.

Fazit: Für 23,38 € / kg gibt es bei bestselection24.de einen Espresso, der nicht gerade durch einzigartige Aromen besticht. Als Schümli ist der Grano Entero aus Costa Rica einfach zu zurückhaltend. Als milder Espresso eignen sich die Arabica-Bohnen aber: Denn hier können grundsolide Ergebnisse auch ohne große Feinjustierung erreicht werden. Trotzdem kann der Espresso wegen seines zu unspezifischen Geschmacks bei mir nicht über die 6 Punkte hinaus kommen.

Bewertung

Weitere Kaffeetests findet ihr in unserer Übersicht.

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Ein Kommentar to “Espresso “Grano Entero” aus Costa Rica im Test”

  1. Kaffee aus Costa Rica mag man oder man mag ihn nicht. Ich habe öfters Kaffee nach Deutschland mitgebracht und meistens kam er sehr gut. Im Allgemeinen wird der Kaffee in Costa Rica sehr stark und mit sehr viel Milch getrunken, das ist nicht jedermanns geschmack, meiner auch nicht.

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