La Semeuse Parisien – Schweizer Kaffee im Test

Schweizer Kaffee? Gibt es im Kaffi Schopp. So auch den La Semeuse Parisien, der sich insbesondere für Schümli eignen soll mit einer beständigen Crema und kräftigem Geschmack. Indiz dafür ist schon die Zusammensetzung: Satte 35% Robustasind in der Mischung enthalten. Der Robusta Anteil sorgt meist für die nötigen “Pepp” im Kaffee, also einen Säureanteil und kräftig-herbe Noten, die typisch für Robusta-Kaffeebohnen sind. Da der letzte Test des Blaser Café Espresso St. Tropez mit 9 Punkten sehr gut ausgefallen ist, bin ich umso gespannt, wie sich der La Semeuse Parisien schlägt.Natürlich könnt ihr mehr lesen zum Geschmack in meinem ausführlichen Testbericht.

Erster Eindruck: Zum Kaffee an sich gibt es eigentlich wenig zu sagen. Die knallig gelbe Verpackung sieht schick aus und funktional gibt es nichts zu meckern. Der Webauftritt von Kaffi Schopp hingegen gefällt mir sehr sehr gut. Es gibt hier Informationen zu jedem verkauften Kaffee bezüglich der Verträglichkeit und der Eignung (z.B. Schümli oder Cappuccino). Dies hilft bei der Kaufentscheidung natürlich weiter. Geschmacksbeschreibungen liefert Johannes Lacker in seinem Blog, der auch direkt über die Kaffi Schopp Homepage zugänglich ist. Zudem kann man die Kaffees in verschiedenen Mahlgraden bestellen, die dann direkt für French Press, Espresso Kocher oder den klassischen Filterkaffee optimiert sind.

Duft: In der Parisien Mischung ist ein mit 35% außergewöhnlich hoher Anteil an Robusta-Kaffeebohnen, der sich auch im Duft des Kaffees deutlich bemerkbar macht. Kräftige Röstnoten dominieren, lassen aber einen nussig-fruchtigen Anteil zu. Umso gespannter bin ich natürlich, mal eine Tasse Schümli durch meinen Vollautomaten zu jagen.

La Semeuse Parisien von Kaffi Schopp

Geschmack: Trotz des hohen Robusta Anteils, den ich eigentlich so schätze, konnte mich der La Semeuse Parisien nicht überzeugen. Die Crema sieht zwar gut aus, zerfällt aber sehr schnell trotz schon sehr feinem Mahlgrad. Geschmacklich trifft die Beschreibung auf der Packung völlig zu, dort steht “ohne jegliche Bitterkeit oder Säure”. Dies kann ich nur so unterstreichen, der fertige Kaffee hat wirklich kaum Säure oder bittere Aromen. Auch beim Probieren verschiedener Einstellungen bleibt das Ergebnis unbefriedigend: Der Abgang ist kurz und schmerzlos. Lange hält sich der Geschmack jedenfalls nicht. Auch der Körper des Kaffees und das Mundgefühl bleibt undifferenziert und klanglos. Die minimal nussigen Noten im Kaffee La Semeuse Parisien sind ein geschmacklicher Farbklecks in der ansonsten eher tristen Geschmackswelt. Wer aber sehr milden Kaffee mit viel Koffein mag, der kann gut zum La Semeuse Parisien greifen. Der Robusta-Anteil sorgt für den nötigen Kick am Morgen und fällt geschmacklich kaum auf – eine seltene Erscheinung bei 35% Robusta-Anteil.

Fazit: Es hat nicht sollen sein mit dem La Semeuse Parisien. Der eigentlich für Schümli Kaffee (aus dem Vollautomaten) prädestinierten Kaffee mit hohem Robusta-Anteil kann bei mir nicht punkten. In keiner Einstellung entlocke ich der Mischung eine beständige Crema, geschweige denn die richtige Konsistenz. Außergewöhnlich ist allenfalls, dass der La Semeuse Parisien mit derartig hohem Robusta-Anteil geschmacklich so zurückhaltend ist mit minimal nussigem Anteil und kaum Säure oder Bitterkeit. Evtl. ein Tipp für Koffein-Junkies, die milden Kaffee bevorzugen. Erhältlich ist der La Semeuse Parisien bei Kaffi Schopp für 30,00 € / kg. Für den La Semeuse Parisien vergebe ich 6 von 10 möglichen Punkten.

Bewertung

Weitere Kaffeetests findet ihr in unserer Übersicht.

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