Bosch Tassimo Test – Kaffee, Kakao, Tee, Latte… auf Knopfdruck!
Zwar habe ich die verschiedenen Systeme, um Kaffee aufzubrühen, schon ausführlich verglichen, aber so richtig genau konnte ich die Tassimo bisher nicht vorstellen. Nun habe ich aber mal eine Bosch Tassimo in die Finger bekommen, nämlich die T40. Details zu dieser Maschine (natürlich auch viele Fotos) und wie der Kaffee aus der Tassimo schmeckt, stelle ich hier in einem ausführlichen Test vor.
Lieferumfang, Preis und erster Eindruck
Meine Maschine für den Test ist die Tassimo T40 – ein neues Modell, das bei Amazon für knapp unter 100,- € zu haben ist. Im Vergleich zum Vorgänger wurden hier wohl einige kleine Verbesserungen eingeführt , die ein Amazon-Kunde gut zusammengefasst hat (Kommentar ansehen). Zumindest geschmacklich ändert sich bei den Kaffee Maschinen nichts, denn das patentierte Brühsystem bleibt identisch. Karton und Äußeres sind unspektakulär, sodass ich an dieser Stelle einfach einmal Bilder sprechen lassen kann, die Packungsinhalt und die Maschine zeigen. Die Banderole ist übrigens Teil der Tassimo Cashback-Aktion, bei der Neukunden 30,- € abstauben können. Wie das geht, ist sehr detailliert auf der Tassimo-Homepage aufgeführt aufgeführt. Hier nun die Bilder:
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
Inbetriebnahme – problemlos und schnell
Kaum erwähnenswert ist die erste Inbetriebnahme der Maschine. Insgesamt zähle ich zwei Knöpfe. Viel falsch machen, kann man bei der Tassimo eigentlich nicht. Stromstecker rein, Wasserbehälter ausspülen und dann mit einer Wartungs T-Disc (die sich hinten im Gerät befindet) ein paar mal Wasser durchlaufen lassen. Einfacher geht es nun wirklich nicht. Schon bei der Inbetriebnahme der Bosch Tassimo T40 fällt mir das durchdachte Design auf: Der Wasserbehälter hat z.B. einen stabilen Griff und lässt sich wunderbar leicht einsetzen. Zudem ist die Tassen-Abstellfläche in zwei Stufen höhenverstellbar. Dazu auch noch ein paar Bilder:
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
Funktionsweise, Sortenvielfalt und laufende Kosten
Die Tassimo funktioniert mit sogenannten T-Discs. Dadurch kommt die Bosch Tassimo T40 auch mit nur einer einzigen Taste aus: Das Geheimnis des Ganzen ist der Strichcode auf den einzelnen T-Discs. Diesen liest die Kaffee Maschine ab und führt dann ein passendes Programm aus. Kurzum: Einfacher geht es nicht! Damit gelingen auch Kaffee-Spezialitäten wie Cappuccino oder Latte Macchiato schnell und einfach. Ganz im Sinne der Einfachheit gibt es bei der Tassimo aber auch keinen Milchtank, d.h. man muss auf vergleichsweise teure und leicht künstlich schmeckende Milchkapseln zurückgreifen. Das ist nicht jedermanns Sache, ist aber durchaus vertretbar, vor allen Dingen, wenn man nach einer 100%ig praktischen Maschine sucht. Das Brühsystem greift leider nur auf 3,3 Bar zurück. Dies ist zwar weit mehr als die Senseo ein Druck aufbaut (nämlich weniger als 2 Bar), aber immer noch deutlich weniger als die Konkurrenz von Dolce Gusto (16 Bar) oder Nespresso (19 Bar). Dazu aber später mehr im Geschmacksteil des Testberichts. Die Sortenvielfalt des Tassimo Systems ist übrigens ziemlich gut: So gibt es diverse T-Discs von verschiedenen Herstellern mit Kaffee. Außerdem gibt es aber auch Kaffee-Spezialitäten, Tee und Kakao. Die laufenden Kosten sind ähnlich wie bei Dolce Gusto oder Nespresso sehr hoch. 8 Kapseln kosten ca. 2,50 €, wobei sich bei einem durchschnittlichen Kaffeeanteil von 8g pro Kapsel eine Kaffee-Kilopreis von ca. 45,- € ergibt. Happig, aber Bequemlichkeit kostet eben auch Geld. Hier noch ein paar Impressionen:
![]() |
![]() |
![]() |
Geschmack
Die Königsdisziplin ist und bleibt natürlich der Geschmack. Hier kann ich gleich aufgreifen, was ich bereits im Teil der Funktionsweise benannt habe, nämlich den Druck. Die Tassimo hat “nur” 3,3 Bar Druck, wodurch keine geschmacklichen Höhenflüge möglich sind. Echten Espresso-Geschmack oder Schümli wie aus dem Vollautomaten darf man nicht erwarten. Beispielhaft für den Kaffee der Tassimo habe ich Jacobs-Kaffee getestet. Pro Kapsel kommen 130ml Kaffee aus der Maschine. Der Duft entspricht dem von mittelstark aufgebrühtem Filterkaffee und ebenso der Geschmack entspricht diesem. Crema gibt es nicht, dafür fehlt auch der Druck. Zumindest aber ist der Kaffee etwas aromatischer als vergleichbarer Kaffee einer Senseo. Was einem nun besser gefällt, ist aber eher eine subjektive Frage. Außer Kaffee kann die Tassimo T40 aber wie erwähnt noch mehr: Kaffee Spezialitäten, Kakao und Tee sind ebenfalls möglich. Während Kaffee-Spezialitäten optisch gut gelingen, schmecken sie meiner Meinung nach ein wenig nichtssagend – die Milch ist mir dabei nicht unbedingt negativ aufgefallen. Man muss aber dazu sagen, dass ich sonst auch nicht unbedingt Latte Macchiato-Trinker bin, der Cappuccino unterscheidet sich eigentlich nur durch die Menge Milch vom Latte aus der Tassimo. Der Tassimo Kakao ist vergleichsweise künstlich, wobei ich sagen muss, dass das süße Getränk etwas hat: auf jeden Fall vergleichbar mit Automatenkakao! Zum Tee kann ich nicht viel sagen, da ich kein Teetrinker bin. Ich fand den Tee nicht anders als normalen Tee, der mit heißem Wasser und Wasserkocher gemacht wurde: Tee und Geschwindigkeit passen ja eigentlich nicht zusammen, aber wer das haben will, kann durchaus mit der Tassimo einen “schnellen” Tee haben. Insgesamt kann man von der Bosch Tassimo keine echten geschmacklichen Highlights erwarten. Der Kaffee wird nicht wie vei Nespresso schmecken. Dafür gibt es hier eine sehr vielseitige Maschine, die Kakao, Tee und Kaffee Spezialitäten gleichermaßen auf einem guten, wenn auch nicht überraggenden Niveau, erstellt.
Hiier nochmal der optische Eindruck der Vielseitigkeit. Hier kann man auch gut die fehlende Crema beim Kaffee sehen:
Fazit zur Tassimo
Es ist wohl die bequemste Maschine auf dem Markt der Kaffee Kapselmaschinen. Die T-Disc ermöglicht vollautomatische Getränke mit großer Vielseitigkeit. Leider hat das auch seinen Preis, denn mit rund 45,- € pro kg Kaffee ist Tassimo Kaffee nicht billig. Außerdem verursachen die Kapseln sehr viel Plastikmüll, wobei auch bei der Verpackung nicht gespart wird. Wer damit leben kann, bekommt eine vielseitige und komfortable Maschine, die guten Geschmack in allen Bereichen zaubert, aber nirgends brillieren kann. Doch es ist gerade die Vielseitigkeit, die die Tassimo auszeichnet.
Erhältlich sind aktuell folgende Maschinen, die auch bis zum 31.05.2010 noch zum Cashback gehören:
- Bosch TAS2001 für rund 90,- €
- Bosch TAS4012 für rund 100,- €
- Bosch TAS6515 für rund 130,- €
- Bosch TAS8520 für rund 150,- €
Die Maschinen unterscheiden sich eigentlich kaum: Ab der 65er Baureihe ist ein Britta-Wasserfilter integriert. Alles weitere ist identisch!
Bosch Tassimo in Aktion:



09:13 























An dem Preis von umgerechnet 45 Euro pro Kg ist leicht zu erkennen warum die Hersteller mit Coupons um sich werfen.
Kunden sehen eine “Günstige Kaffeemaschine” aber am ende bezahlen sie ein vielfaches. Es ist erstaunlich das viele Käufer solcher Kaffeemaschinen, gerade diese Rechnung nicht selbst erstellen.
Mein Kompliment für diese gute Berichterstellung.
Ja, das stimmt. Die Kosten sind wirklich enorm hoch, dafür bekommt man auch die bequemste Maschine am Markt. Für Kaffee Vieltrinker ist das natürlich nichts – es sei denn, der Preis der T-Discs ist egal… .
Wirklich eine sehr hilfreiche Darstellung, die mich im endeffekt dazu bewegt hat, diese Maschine nicht zu kaufen. Der Grund sind einfach die Folgekosten die hierbei entstehen, die einem ertsmal nicht bewusst sind. Denn Die Maschine ansich ist ja recht billig – für einen großen Namen wie “Bosch”. Da wäre es doch sinvoller mehr Geld in eine Maschine zu investieren, die genauso vielseitig ist. Auch wenn dadurch mehr “Arbeit” entsteht: Man bekommt (jedenfalls denke ich so) qualitativ höheren und quantitativ mehr Kaffee, Latte, Cappuchino,… für weniger Geld. Also eine Maschine, die Kaffee-/ Espressobohnen, mahlt und außerdem einen Milchtank besizt. Und nicht eine, die mit überteuerten Kapseln und Pads bedient werden muss. So jedenfalls meine Meinung dazu.