IKEA Kaffee “Hela Bönor Mörkrost” im Test

Der Möbelriese IKEA hat seit einiger Zeit nicht nur Kaffeepads, sondern auch Kaffee für Filtermaschinen und Vollautomaten im Angebot. Den Kaffee mit dem klangvollen Namen “Hela Bonör Mörkrost” habe ich mir für einen Geschmackstest herausgesucht und direkt beim IKEA von einem riesigen Stapel Kaffee genommen. Ob IKEA wirklich so viel Kaffee verkauft oder ob der Stapel mehr oder minder vor sich hin modert, kann ich schwer sagen. Jedenfalls erwarte ich nach diesem Anblick keine übermäßige Frische. Ein Blick auf das Mindesthaltbarkeitsdatum, das bei Kaffee meistens ein Jahr nach Röstung abläuft, bestätigt dies: Mein IKEA Kaffee war schon 5 Monate geröstet, bevor ich ihn bei IKEA gekauft habe. Bei Privatröstern liegt der Zeitabstand zwischen Rösten und Trinken meistens einigen Wochen, manchmal sogar nur Tagen. Immerhin ist der Kaffee UTZ-zertifiziert und mit 2,60 € für die 250g Packung (10,40 €/kg) auch sehr günstig – etwas anderes habe ich auch gar nicht erwartet.

Erster Eindruck: Das massenweise Anhäufen von Kaffee empfand ich als eher abschreckend, was das Röstdatum letztlich bestätigt hat. An dieser Stelle deswegen nicht mehr zum ersten Eindruck, sondern ein kleines Zitat zum UTZ Zertifikat, das IKEA auf seinen Kaffees hat (von der IKEA Homepage):

UTZ Certified ist eine weltweit tätige Non-Profit-Organisation, die beim Anbau und der Beschaffung von Kaffee Massstäbe setzt. UTZ Certified hat uns besonders zugesagt, weil sie die soziale und ökologische Verantwortung im gesamten Kaffeemarkt berücksichtigt und den Kaffeebauern in Geschäftsführung und anderen Bereichen Weiterbildungen anbietet. Zudem ist die Produktion Schritt für Schritt nachverfolgbar.

Duft: Der IKEA Kaffee duftet nicht, er riecht – undzwar nach altem Kaffee, was auch zu erwarten war. Der Hela Bönor Mörkrost riecht herb, pappig, holzig und das alles nicht besonders kräftig. Insgesamt muss ich sagen: Das ist Supermarkt-Mittelmaß und nicht besonders ansprechend.

Geschmack: Auch geschmacklich kann ich dem IKEA Kaffee in ganzen Bohnen keine besonderen Qualitäten attestieren. Zwar fällt mir der Kaffee nicht besonders negativ auf, da er kaum Säure hat und auch das Mundgefühl eher wässrig-dünn ist, aber positive Aspekte entdecke ich auch kaum. Der holzige und leicht bittere Geschmack des Kaffees missfällt mir zwar nicht und erinnert mich auch nur oberflächlich an Supermarkt-Kaffee, aber für geschmackliche Höhenflüge fehlt einfach Intensität und Komplexität. Die Crema des Hela Bönor Mörkrost zerfällt relativ schnell, was entweder an den Bohnen selbst oder der mangelnden Frische der Bohnen liegt. Dabei sieht die Röstung eigentlich ziemlich gut aus, aber 5 Monate alter Kaffee kann einfach nicht mehr besonders schmecken.

Fazit: Für sehr günstige 10,40 € pro Kilo Kaffee gibt es beim schwedischen Möbelriesen einen Kaffee, der durchaus frischer sein könnte und dadurch sein Potenzial verspielt. Die optisch gute Röstung mit UTZ Zertifikat zum günstigen Preis schmeckt einfach nicht frisch, fällt aber auch nicht unbedingt unangenehm auf. Empfehlen würde ich den Kaffee trotzdem nicht. Da gibt es bessere Alternativen schon für wenige Euro mehr und selbst Kaffee im Supermarkt ist (je nach Nachfrage) oftmals deutlich frischer. Insgesamt reicht es noch knapp für 5 Punkte im Test.

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2 Kommentare to “IKEA Kaffee “Hela Bönor Mörkrost” im Test”

  1. Hallo!
    Den Kaffee habe ich nicht ausproviert, wohl aber die French Press Kaffeekanne.
    Und zwar einmal.
    Bevor ich auch nur die erste Tasse trinken konnte bekam sie Sprünge. Ich hatte Glück, dass ich sie rechtzeitig über meinen Mülleimer halten konnte, wo sie dann vollends zerfiel.
    Fazit: Kein Kaffee

  2. Hallo.
    Hab den Kaffee einmal geschenkt bekommen…..echt ekelhaft!

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