Tchibo Cafissimo Duo Test: Die kleinste Kapsel Kaffeemaschine der Welt

Noch nicht einmal erschienen ist die Tchibo Cafissimo Duo hierzulande – trotzdem kann ich die laut Werbeaussagen kleinste Kaffeemaschine mit Kapseln der Welt nun schon einmal testen. Am 14. Juni 2011 soll die handliche Kaffeemaschine zu einem günstigen Preis von 69,- € erscheinen. Wie immer bei den Kapsel- und Padsystemen wie Nespresso oder Dolce Gusto ist auch das Tchibo Cafissimo System patentiert. D.h. die Kaffeemaschine Tchibo Cafissimo Duo hat günstige Anschaffungskosten (ein Vollautomat kostet ein Vielfaches), dafür aber vergleichsweise hohe Folgekosten. Das sollte man immer im Auge behalten, insofern man auf der Suche nach einer Kaffeemaschine ist. Für Vieltrinker oder Mehrfamilienhaushalte mit vielen Kaffeetrinkern ist so eine Kaffeemaschine mit Kapseln in der Regel schon aufgrund der hohen Folgekosten beim Kaffee rein aus wirtschaftlichen Gesichtspunkten nicht besonders sinnvoll. Auf der anderen Seite ist aber die Kaffeequalität bei den Kapselmaschinen mittlerweile auch recht hoch, die Reinigung fällt fast komplett weg und die Frische des Kaffes ist dank luftdichter Kapseln auch gewährleistet. Komfort kostet in diesem Falle auch etwas, denn die Kapseln kosten im 10er Pack 2,49€ (also etwa 0,25 € pro Kaffee), was aber im Vergleich mit Dolce Gusto (etwa 0,28 € pro Tasse) und Nespresso (0,33 – 0,37 € pro Tasse) immer noch recht passabel ist. Klassischerweise ist die Senseo etwas günstiger, kann aber geschmacklich mit der Kapselkonkurrenz nicht mithalten – dafür fehlt ihr der Druck.

Verpackung, Zubehör und Aufbau

Für 69,- € bekommt man die Kaffeemaschine Tchibo Cafissimo Duo ab dem 14. Juni 2011 bei Tchibo (direkt oder online). Zugegeben macht der erste Eindruck schon ziemlich viel aus und schon beim Auspacken stelle ich fest: Hier hat man an vieles gedacht, was dem Nutzer den Einstieg erleichtert und einen guten Eindruck hinterlässt. So bekommt man erstmal im Preis inklusive einen kleinen Kapselvorrat mit 40 Kapseln, die allein schon etwa 10,- € kosten würden. Eine nette Geste von Tchibo ist außerdem, dass dem Käufer der Maschine zusätzlich noch einen Packung Durgol Entkalker zur Kaffeemaschine gelegt wird. Sehr schön!

Verpackung und Bedienungsanleitungen machen einen sehr guten Eindruck und gehen deutlich über die gewöhnliche Bedienungsanleitung hinaus. Dass ein deutsches Unternehmen Hand angelegt hat, merkt man gleich an den sorgfältig zusammengestellten Texten. Spätestens wenn der Leser erfährt, dass die Tchibo Cafissimo Duo bei der ersten Inbetriebnahme etwas lauter ist, weil sich noch Luft in den Leitungen befindet, weiß er, dass die Bedienungsnleitung ihn in keiner Situation enttäuschen wird – so detaillierte Beschreibungen und durchdachte Texte verdienen Lob.Zwar braucht man die Bedienungsanleitung nicht unbedingt, aber sicher ist sicher.

Genau so fühle ich mich beim Aufbauen der Maschine. Alles geht leicht von der Hand. Auf der Cafissimo Duo befindet sich ein Hinweistext, dass doch bitte zuerst die Hinweise im Handbuch gelesen werden sollten zur ersten Inbetriebnahme. “Ok, zur Kenntnis genommen”, denke ich mir und stelle mich schon darauf ein, den Aufkleber nun in viertelstündiger Arbeit von der Maschine zu kratzen. Aber nein: Der Aufkleber entpuppt sich als Plastikschild komplett ohne Kleber, es liegt einfach auf. Super, solche Details machen Freude und sind zugegebenermaßen ziemlich ungewohnt komfortabel.

Design und Verarbeitungsqualität

Erstmal zur Farbauswahl: Ich habe mich für die weiße Variante der Tchibo Cafissimo Duo entschieden. Es gibt allerdings insgesamt eine große Farbvielfalt, denn das Prospekt zeigt immerhin insgesamt 6 verschiedene Varianten der Cafissimo Duo. Dementsprechend dürfte für jeden Geschmack etwas dabei sein. Als ich die Maschine noch nicht ausgepackt hatte, ist mir sofort das recht hohe Gewicht der Maschine aufgefallen. Dies hat sich auch beim Aufbau der Cafissimo Duo bestätigt, denn die Kaffeemaschine mit den Mini-Maßen ist ziemlich schwer und fühlt sich hochwertig an. Zwar ist – was aber auch bei der Konkurrenz von Nespresso oder Dolce Gusto nicht anders ist – der komplette Aufbau der Maschine aus Plastik, allerdings ist dieses Plastik ziemlich gut verarbeitet und glänzt schick, was auch für die Chrombeschichtung mit Tchibo-Logo gilt.

Hier glänzt die Maschine auch haptisch, denn die wichtigen Teile haben an den richtigen Stellen hochwertige Materialien bekommen. Die Tassenablage ist aus Metall und wirkt recht widerstandsfähig. Auch der Bedienknopf mit dezent-blauer LED Beleuchtung gefällt mir gut, besonders weil er dank Gummiumrandung besonders griffig ist und sich nicht zu leicht bewegen lässt. Will man einen Kaffee aufbrühen, dreht man den Knopf, bis er einrastet. Dann fängt die Cafissimo Duo an, sich aufzuheizen. Alles vollzieht sich lautlos und auch das Brühgeräusch ist wirklich sehr angenehm. Einen Aus-Schalter gibt es nicht, ich kann aktuell leider auch nicht sagen, ob die Maschine im Standby merklich Strom braucht.

Geschmack und Nutzung

Mit einem Brühdruck von bis zu 15 Bar ist die Cafissimo absolut konkurrenzfähig im Bereich der Kapselmaschinen und dies bestätigt sich auch bei der Nutzung der kleinsten Kapselmaschine der Welt im Alltag. Kapsel einlegen, kleine Tasse oder große Tasse wählen und los geht’s. Der Brühvorgang dauert nicht sehr lange und die Tasse füllt sich mit einer überschaubaren Menge Kaffee – um einen Becher zu füllen, sollten es schon zwei Durchgänge sein. Geschmacklich ist die Kleine zwar nicht ganz groß, steckt allerdings die Senseo und Tassimo locker in die Tasche. Nach meiner persönlichen Einschätzung gelingt der Café Creme mit der Dolce Gusto minimal besser, die Cafissimo ist ihr aber dicht auf den Fersen und lockt mit günstigeren Preisen. Klassenprimus Nespresso ist nach wie vor aber nicht erreichbar, allerdings auch deutlich teurer.

Bei der Nutzung ist man natürlich an die Restriktionen einer solch kleinen Kaffeemaschine gebunden. Die Cafissimo Duo bietet z.B. keinen Platz für jede Tasse. Meine Standard-Kaffeetassen fanden unter dem Auslauf leider keinen Platz, obwohl sie nicht mal besonders hoch sind. Aufgrund der kleinen Kaffeemengen, die aus der Cafissimo laufen, sollte man sich lieber stilechte, kleine Tassen zulegen, die zu der Maschine passen. Auch der 300ml Wassertank (mein Vollautomat hat mit 1,8l sechs mal so viel Fassungsvermögen) ist nichts für schwache Nerven, dieser reicht nämlich entweder für zwei Tassen Kaffee (bzw. einen Becher) oder 4-5 Espressi. Man sollte also vor dem Kauf genau abschätzen, ob nicht doch die große Cafissimo die bessere Wahl ist. Dieses hat einen 1,5l Wassertank – für den Schreibtisch wäre diese aber wieder etwas zu groß.

Fazit: Klein, durchdacht mit Größeneinschränkungen

Die Tchibo Cafissimo Duo ist ein guter Deal. Für 69,- € bekommt man eine hochwertige Kaffeemaschine mit stylischem Äußeren, hochwertiger Verarbeitung und dem gewissen “etwas”. Wer hat nicht gern eine Kaffeemaschine Zuhause, die sich die “kleinste Kapselmaschine der Welt” nennen darf? Der Kaffee aus der Maschine schmeckt auch noch gut, kommt aber nicht an Nespresso heran. Allerdings bietet Tchibo mit dem Cafissimo System ein deutlich günstigeres System, das meiner Meinung nach geschmacklich zumindest Tassimo und Senseo weit hinter sich lässt. Mit acht verschiedenen Sorten ist Cafissimo zwar nicht das Vielfältigste System, hier sollte jedoch für jeden Geschmack eine Sorte dabei sein. So kann ich im Fazit durchaus eine Empfehlung aussprechen: Wer die Cafissimo schick findet und sich mit den größenbedingten Einschränkungen anfreunden kann, der ist mit dieser Kapselmaschine auf jeden Fall gut bedient.

Da das patentierte Kapselsystem bei allen Kaffeemaschinen der Tchibo Cafissimo Serie für die gleichen Geschmacksergebnisse sorgt, kann ich hier auch bedenkenlos die größere Variante der Tchibo Kapselmaschine empfehlen: Bspw. ist die größere Variante mit Milchaufschäumer für Cappuccino und Latte Macchiato bei Amazon für 99,- € erhältlich. Weitere Alternativen habe ich im Systemcheck vorgestellt. Kaffee-Volltautomaten bis 350,- € sind hier zu finden und evtl. auch einen Blick wert.



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