K-Fee Preferenza Test: Der K-Fee 770 WS Nachfolger

Beim Krüger K-Fee System wurde hier im Blog besonders diskutiert, als dieses bei Penny im Angebot war, sodass ich mir nicht nehmen lassen konnte, die K-Fee 770 WS selbst zu testen. Dass meine K-Fee 770 WS damals auch einen Defekt hatte und ich die Kaffeemaschine postwendend zurückgegeben habe, war wohl nicht unbedingt die Ausnahme. Das eigentlich hoffnungsvoll als “Volkskaffeemaschine” beworbene System mit attraktiven Preisen konnte ich wegen der Maschinenqualität und dem bis dato nicht sehr guten Geschmack nicht empfehlen. Dieses mal habe ich die K-Fee Preferenza, den offiziellen Nachfolger der K-Fee 770 WS, im Test. Die Kapselmaschine bekommt man auch zu dem Kurs von 69,- € bei Penny inklusiver einiger Kapseln. Ich kann jedoch schon vorweg sagen, dass sich – abgesehen vom Preis und den Kapseln – einiges zum Positiven geändert hat, bei dem K-Fee System. Mehr dazu im ausführlichen Testbericht zur K-Fee Preferenza.

Verpackung, Zubehör und Aufbau

Wie zu erwarten war, ist die K-Fee Preferenza gut verpackt und auch der Aufbau bereitet keine Probleme. Die Bedienungsanleitung hat so viele Bilder, dass die verschiedenen Sprachen eigentlich schon fast als überflüssig gelten dürften. Ich jedenfalls habe mich voll und ganz auf die völlig länderunabhängige Bildersprache verlassen können und bin so gut zurecht gekommen. Wenn die K-Fee Preferenza erstmal steht und der Wassertank befüllt ist, muss man die Maschine durchspülen und schon ist die für den Betrieb bereit. Plastikgeschmack konnte ich nach dem Durchspülen nach Anleitung nicht feststellen, was ich als sehr positiv werte.

Nettes Gimmick am Rande sind die beigelegten Rezeptkarten. Sie enthalten eine Übersicht der Heißgetränke, die man mit der K-Fee Preferenza zubereiten kann. Dies ist nicht nur praktisch, sondern auch schick und ich habe das System tatsächlich genutzt, um meinen Cappuccino aufzubrühen. Durch die Bedienung der zwei Knöpfe “große Tasse” oder “kleine Tasse” kann man innerhalb der Rezepte noch variieren, was für eine größere Geschmacksvielfalt und Auswahl sorgt.

Verarbeitung und Design

Das Design hat mir bei der alten K-Fee 770 WS eigentlich schon sehr gut gefallen, rein vom optischen Aspekt her gesehen. Es wurde aber bei der K-Fee Preferenza komplett neu entwickelt und so ist nun z.B. der Wassertank an der Hinterseite deutlich komfortabler. Die grün beleuchteten Knöpfe sind evtl. nicht ganz “en vogue”, aber völlig in Ordnung. Ansonsten gibt es bei der Kaffeemaschine eine klare, seriöse Formsprache, die durchaus in moderne Haushalte passt und hier und da auch durch Metallelemente punktet (Tassenablage, Bedienhebel). Auch passen recht große Tassen in die K-Fee Preferenza, denn den Sockel kann man herausnehmen und die Tassenablage eine Etage niedriger legen, sodass Tassen bis 140mm in die Maschine passen. Allzu “bauchig” sollten die Tassen aber nicht sein, denn die Öffnung zum Abstellen der Tassen ist vergleichsweise klein, sodass ausladende Tassen kaum Platz finden. Meine Cappuccino Tassen waren gerade noch so in Ordnung.

Bedienung und Geschmack

Bei der reinen haptischen Qualität der Teile hebt sich die K-Fee Preferenza doch recht deutlich von dem Vorgängermodell K-Fee 770 WS ab. Der Wassertank lässt sich nun im Alltagsbetrieb schnell und bequem wechseln. Auch das Einlegen der Kapseln und Aufbrühen ist quasi “idiotensicher”. Besonders kritikwürdig erschien mir beim Vorgängermodell die Lautstärke des Brühvorgangs – die K-Fee 770 WS war doch sehr laut. Dies hat man sich bei Krüger offensichtlich zu Herzen genommen. Nun bewegt sich die K-Fee Preferenza in einem durchschnittlichen Lautstärkebereich, was die Kapselmaschinen angeht und hat ein angenehmes Brühgeräusch, dass sich ohne weiteres ertragen lässt. Dies lässt sich auch auf den unruhigen Brühvorgang der K-Fee 770 WS übertragen – auch hier wirkt die K-Fee Preferenza einfach irgendwie “runder”. Insgesamt scheint die Technik optimiert worden zu sein, sodass ich jetzt auch damit rechne, dass die Kapselmaschine im Alltag zuverlässiger ist.

Komischerweise hat sich der Eindruck ergeben, dass auch der Geschmack bei der K-Fee Preferenza besser geworden ist, obwohl das Brühsystem natürlich das gleiche geblieben ist. Der Kaffee läuft heiß aus der Maschine und schmeckt durchaus bekömmlich. Ich würde die K-Fee Preferenza ungefähr auf das Level der gerade getesteten Tchibo Cafissimo stellen. Mit Klassenprimus Nespresso und auch mit der sehr guten Dolce Gusto kann die Maschine nicht ganz mithalten geschmacklich. Vor allen Dingen die Milchkapseln schmecken einen Deut künstlicher als beim Dolce Gusto System. Allerdings muss man zur Verteidigung der K-Fee Maschine auch sagen, dass die Kapseln mit etwa 23 Cent (3,79 € für 16 Stück) auch die günstigsten in diesem Vergleich sind und damit beim Thema Preis-Leistung ein faires Angebot bietet. Vorteil gegenüber Nespresso ist außerdem, dass die K-Fee Kapseln auch offline im Supermarkt gekauft werden können.

Fazit: Würdiger Nachfolger der K-Fee 770 WS

Zwar wird es die K-Fee Preferenza immer noch sehr schwer haben, sich am stark umkämpften Markt zwischen den großen etablierten Marken eine Nische zu schaffen, aber die Voraussetzungen sind geschaffen: Ein fairer Maschinenpreis, gute Kapselpreise und ein insgesamt rundes System sprechen für sich. Geschmackliche Höhenflüge darf man nicht erwarten, aber guten Kaffeegeschmack zum fairen Preis – vielleicht ist die K-Fee Preferenza die “Volkskaffeemaschine”, die die K-Fee 770 WS von Anfang an werden sollte. Kaufen kann man die K-Fee Preferenza z.B. lokal oder online bei Amazon.


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