Cremesso Milchaufschäumer im Test

Der letzte Testbericht drehte sich voll und ganz um die Kaffeemaschine Cremesso Compact Automatic. Wer aber nicht nur Espresso und Café Creme trinken möchte, ist im Prinzip auch darauf angewiesen, für die Kaffee-Spezialitäten Milch aufschäumen zu können. Deshalb habe ich bei Cremesso gleich den passenden Milchaufschäumer mit bestellt. Positiv zu vermerken ist gleich das Konzept mit frischer Milch. Man ist nicht, wie bei der Konkurrenz von Dolce Gusto oder Tassimo, auf teure Milchkapseln angewiesen, die den Preis pro Getränk gleich verdoppeln (1x Kaffee-Kapsel + 1x Milch-Kapsel). D.h. man reduziert hier zumindest etwas die Kosten für Kaffee Spezialitäten und natürlich ist die frische Milch der Kapsel-Milch überlegen. Bedenken sollte man aber den damit einhergehenden Komfort-Verlust – Kapsel einlegen und drücken geht natürlich schneller als Milch selbst aufschäumen. Übrigens ähnelt das Cremesso System in dieser Hinsicht stark dem Nespresso Aeroccino (etwa 95,- € bei Amazon), der allerdings preislich in einer anderen Liga spielt, denn der Cremesso Milchaufschäumer kostet etwa nur die Hälfte (49,95 €).

Design und Verarbeitungsqualität

Der Cremesso Milchaufschäumer ist passend zur Cremesso Kaffeemaschine in hochglänzendem Schwarz erhältlich. Klar, das Teil ist ein Staubmagnet, aber durchaus hübsch anzusehen und wirkt trotz des Außengehäuses aus Plastik hochwertig verarbeitet. Besonders gut gefallen hat mir die Aufmachung, weil sie ohne viele Knöpfe oder unnötige Designelemente auskommt. Der Milchaufschäumer wird im Prinzip nur vom Cremesso-Logo und dem An- und Aus-Knopf an der Vorderseite geziert, der dezent beleuchtet ist und dank Gummierung auch haptisch überzeugen kann.

Bedienung im Test

Das Funktionsprinzip habe ich eingangs schon anklingen lassen. Im Prinzip ist es ganz einfach: Der Behälter wärmt die Milch durch eine Heizplatte am Boden langsam auf, während ein Quirl die Milch zu Milchschaum rührt. Das ganze funktioniert auf Knopfdruck und endet automatisch nach 90 Sekunden. Danach gießt man den Milchschaum einfach in die gewünschte Tasse – fertig! So einfach es klingt, ist es auch… danach sollte der Behälter noch kurz ausgespült werden, da die Milchreste sonst gern am noch warmen Boden haften bleiben und nur noch schwer ablösbar sind. Da der Quirl am Deckel angebracht ist, ist die Reinigung des glatten Bodens aber ein Kinderspiel.

Der Milchschaum gelingt sehr gut, bisweilen etwas fest, mit dem Cremesso Milchaufschäumer. Wer etwas weniger festen Milchschaum möchte, kann allerdings auch vor Ablauf der voreingestellten Zeit manuell abbrechen. Pro-Argument für diese Methode im Vergleich zur Dampfdüse ist auch, dass kein Wasser zugesetzt wird und man die Milch pur und unverdünnt genießen kann. Die Negativliste zum Cremesso Milchaufschäumer ist kurz: Mich hat im Prinzip nur gestört, dass man ihn nicht – wie z.B. bei Wasserkochern üblich – von einer Platte nehmen kann und dann die Milch eingießen kann. Das ganze Konstrukt hängt direkt am Kabel, sodass es je nach Situation etwas anstrengend werden kann, die Milch dann auch tatsächlich einzuugießen. Im Idealfall steht der Milchaufschäumer also direkt neben der Kaffeemaschine.

Fazit

Den Cremesso Milchaufschäumer kann ich durchweg empfehlen. Er bietet – bis auf die fehlende Abstellplattform (wie beim Wasserkocher) – optimalen Bedienkomfort, eine hochwertige Verarbeitung und der Milchschaum gelingt durchweg gut. Mit einem Preis von 49,95 € ist er auch noch deutlich günstiger als die Konkurrenz.


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