Erster Eindruck: Das Projekt Coffee Circle wirkt professionell vom Start weg, bietet ein übersichtliches Produktangebot von drei Kaffees, nämlich den hier getesteten Limu-Kaffee, einen Espresso und Yirgacheffe-Kaffee. Letzterer ist übrigens auch ein top Kaffee, den ich hier schon von Maskal im Test hatte. Die Seite vom Coffee Circle ist auch ziemlich umfangreich, es finden sich einige Informationen zu den Gründern und natürlich zum Kaffee und auch zur Zubereitung. Zum Teil fand ich die Navigation etwas unübersichtlich, so habe ich z.B. relativ lange nach den Versandkosten gesucht und diese dann letztlich ganz unten in den Versandbestimmungen gefunden – mit den Versandkosten von 2,95 € kann ich aber sehr gut leben! Ab 50,- € gibt es außerdem noch eine kleine Überraschung und die Versandkosten fallen weg. Angesichts des hohen Kaffeepreises dürfte man diese Marke auch recht schnell knacken. Hier noch ein Zitat direkt von der Website zum hier getesteten Limu Kaffee:
Unser Limu-Kaffee begeistert mit seinem blumig-süßen Aroma. Er wächst auf bewaldeten, tiefgrünen Plateaus 1.900m über dem Meeresspiegel, weit über den trockenen Tiefebenen Südost-Äthiopiens. Die Kaffeebauern pflanzen ihn seit Generationen in ihren Waldgärten im kühlen Höhenklima an. Dort reift er langsamer und entwickelt so sein intensives, blumig süsses Aroma. Der fruchtbare Waldboden und die klare, milde Höhenluft bieten ideale Wachstumsbedingungen.
Übrigens kommt der Kaffee mit DHL in einer optisch ansprechenden Verpackung mit Aroma-Ventil. Daran gibt es also auch nichts zu meckern!

Duft: Wie es sich für einen Single-Origin aus Äthiopien gehört, trumpft der Limu gleich mit sanften Aromen auf, die ich hier in verschiedenste Richtungen interpretieren könnte. Jedenfalls gehört dieser aber zu den Kaffees, die auch Gourmet-Kaffee Einsteiger nicht gleich mit schweren Aromen “aus den Latschen” hauen. Insgesamt geht es aber, wie auch schon auf der Packung angegeben, in eine blumig-fruchtige Richtung. Außerdem duftet der Kaffee frisch, wie es sein soll.
Geschmack: Warum Kaffee überhaupt noch im Supermarkt gekauft wird, wenn es solche Kaffees wie den Limu gibt? Ich weiß es nicht… am Preis kann es eigentlich nicht liegen, denn er kostet zwar doppelt so viel, wie der Supermarkt Kaffee, hat aber auch geschmacklich das 10fache zu bieten. Vollautomaten- und Siebträgerbesitzer können sich gleich darauf einstellen, den Mahlgrad etwas zu verringern. Nach meiner Erfahrung läuft der Limu Kaffee sonst deutlich zu lange durch die Maschine, denn die Bohnen sind sehr klein. Nach dieser Umjustierung des Mahlwerks kommt ein wunderbar samtig-öliger Kaffee aus meiner Kaffeemaschine, der mit einem vollen Körper und einem satten Mundgefühl gleich Punkte sammelt. Die Crema gelingt fest und beständig, die Säure merklich vorhanden, aber nicht zu aufdringlich. Einzig der etwas holzige Abgang entspricht nicht ganz meiner Vorstellung. Ansonsten ist der Coffee Circle Limu ein nahezu perfekter, komplexer Kaffee, der gleichzeitig geschmacklich mit hellen Farben mahlt und sehr verträglich ist.
Fazit: Ich denke es ist Zeit, den Kreis zu schließen und den Coffee Circle Kaffee selbst zu probieren. Ich hatte das Vergnügen und kann nur sagen, dass der Limu Kaffee mir hervorragend gefallen hat, da er nicht zu streng ist und trotzdem den Anspruch eines Gourmet-Kaffee erfüllt. Für diesen Kaffee, der im Coffee Circle Shop zu einem durchaus angemessenen Preis von 23,- € pro Kilo erhältlich ist, gibt es von mir überragende 9 von 10 möglichen Punkte.

Erster Eindruck: Der Shop von Mavey wirkt professionell und aufgeräumt, auch wenn der Schwerpunkt anscheinend nicht auf dem Verkauf von Bohnenkaffee liegt, sondern vor allen Dingen auf Instant-Produkten und Kaffee-Vollautomaten. Dementsprechend muss der Kunde hier auch ein wenig suchen, um den Kaffee Creme Gourmet zu finden. In der Produktbeschreibung heißt es dann:
Probieren Sie “Creme Schümli Gourmet”, unsere absolute Nummer eins im Preis-Qualitätsverhältnis und der am meisten gekaufte Cremé Schümli für Automaten in unserem Shop. “mavey Kaffee Cremé Schümli Gourmet” besteht aus edelsten Arabica-Bohnen, die aus den besten Anbaugebieten der Welt stammen. Eine feine Brise gewaschener Robusta sorgen für einen weichen, fast nussigen Abgang.
Die Beschreibung klingt schon mal ziemlich gut, sodass ich sehr auf den Geschmack des Kaffees gespannt bin! Was mir allerdings aufgefallen ist: Während in der Beschreibung von Robusta-Zusatz die Rede ist, steht auf meiner Packung “100% Arabica” – eins von beiden muss wohl korrigiert werden.
Duft: Wie zu erwarten gibt es bei dieser Schümli-Mischung keine besonders hervorstechenden Aromen – das ist aber nicht weiter schlimm, denn der Creme Gourmet Kaffee duftet herrlich frisch, so wie es sein soll.
Geschmack: Dieser Kaffee gehörte zu solchen, von denen ich soll schnell die 250g Packung aufgebraucht hatte, ohne besondere geschmackliche Höhepunkte oder Tiefpunkte hatte. Das ist aber keineswegs negativ gemeint, denn gerade solche Kaffee-Mischungen sind es, die sich als Alltagskaffee eignen und dennoch positiv von dem typischen Supermarkt-Allerlei abheben. Dieser Schümli schmeckt unaufdringlich, frisch und leicht nussig mit einer leichten Säure. Einzig ein holziger Beigeschmack ist mir negativ aufgefallen, an sich gibt es aber wenige Schwächen. Jedenfalls ist der “Creme Gourmet” von einem Supermarkt-Kaffee á la Tchibo oder Jacobs geschmacklich weit entfernt und dabei nicht einmal unbedingt teurer.
Fazit: Mavey liefert mit dem “Creme Gourmet” einen überzeugenden Kaffee in Form einer Schümli Mischung ab, die sich als verträglicher und wohl schmeckender Alltagskaffee wunderbar eignet. Besondere geschmackliche Höhepunkte dürfen nicht erwartet werden, aber das darf bei dem günstigen Preis von 10,99 € zzgl. Versand im Mavey Shop wohl auch nicht gefordert werden. Für diesen Kaffee gibt es gute 7 von 10 möglichen Punkten.

Erster Eindruck: Bei gibt es nichts zu bemäkeln, denn die Preise sind noch im Rahmen für qualitativ hochwertige Kaffees und der hauseigene Blog liefert interessante Neuigkeiten rund um den Kaffee. Auch zum Anfilo Yeti gibt es ausführliche Informationen im Maskal Blog. Ich beschränke mich hier auf die kurze Produktbeschreibung aus dem Shop, so heißt:
Anfilo Unternehmensgründer Samson Guma’s produziert in der Region Wollega nicht nur einen qualitativ herausragenden sonnengetrockneten Waldkaffee aus genetisch wilden Arabica-Varietäten, sondern überzeugt auch mit einem engagierten Nachhaltigkeitskonzept.
Zusammen mit mehr als hundert Erzeuger-Familien hat Samson als erste Kaffeeunternehmung Afrikas im Jahre 2007 die ‘Birdfriendly’-Zertifizierung erreichen konnte. Mit dem Siegel wird neben ökologischem Anbau ganz besonders der Erhalt naturnaher Waldstrukturen, die als Lebensraum für Vögel, Insekten und andere Tiere erhalten bleiben müssen, honoriert. Für den europäischen Markt wurde Yeti-Waldkaffee biozertifiziert.
Duft: Der Anfilo Yeti verströmt direkt nach dem Öffnen der Packung einen sehr intensiven Duft. Obwohl der Kaffee zu 100% aus Arabica-Bohnen besteht, duftet der Kaffee sehr würzig und gleichzeitig herb.
Geschmack: Der Anfilo Yeti hat mich gleich überzeugt mit seinem herben, leicht fruchtigen Geschmack. Obwohl kein Robusta-Anteil im Kaffee ist, ist die Säure angenehm kräftig und nicht aufdringlich. Auch der lange Abgang hat mich überzeugt. Im Vollautomaten gelang eine schöne Crema auf Anhieb und die Konsistenz, dementsprechend auch das Mundgefühl, war für mein Dafürhalten optimal. Zwar reicht die Komplexität nicht ganz an die des bereits getesteten Maskal Yirgacheffe heran, dafür ist der Anfilo Yeti etwas weniger anspruchsvoll, was den Kaffee eher als Alltagskaffee qualifiziert.
Fazit: Der Maskal Anfilo Yeti konnte im Test mit angenehmer, aber durchaus vorhandener Säure und fruchtig-herbem Aroma punkten. Für 20,99 € pro Kilo Kaffee gibt es den Waldkaffee bei Maskal im Shop zu bestellen. Insgesamt bekommt der Kaffee mit Bio-Siegel hier 8 von 10 Punkten.

Besonderheiten des “Nature’s Selection”
Zunächst einmal hat der Nature’s Selection gleich zwei Siegel: UTZ und Bio. Zudem kann man das Herkunftsland anhang des Mindesthaltbarkeitsdatums im Internet mit dem Senseo Tracer zurückverfolgen. In diesem Fall kam der getestete Senseo Kaffee aus Kolumbien. Den Testern fiel besonders die gute Crema im Vergleich zu anderen Kaffeepads auf.
Der Geschmack hinterließ bei allen Testern einen durchweg guten Eindruck. Viele lobten den fruchtigen, aromatischen Geschmack. Anderen wiederum war der Kaffee etwas zu mild. Insgesamt kann aber resümiert werden, dass der Kaffee gut angekommen ist, gerade aufgrund des dezenten Aromas. Er ist so bekömmlich, dass er auch ohne den Zusatz von Milch oder Zucker gefallen kann. Insgesamt vergaben die Tester 7 von 10 möglichen Punkten. Damit liegt er im Vergleich zu anderen getesteten Senseo Kaffees im oberen Mittelfeld und ist durchaus einen Versuch wert!
Grund genug für mich, diese “Rarität” zu testen. Der Kaffee mit 100% Arabica Bohnen stammt aus Nicaragua und hat das Rainforest Alliance Zertifikat.
Erster Eindruck: Preislich ist der Kaffee mit dem Namen Cuyu ja erstmal abschreckend. Ansonsten gibt es nicht viel zur Kaffee Rarität von Tchibo zu sagen. Die Packung ist nicht besonders und auch die Geschichte des Kaffees, die man sich als Flyer mitnehmen kann, hat bei mir keinen nachhaltigen Eindruck hinterlassen. Als ich den Kaffee bei Tchibo gekauft habe, lag er leider schon in der Einfüllschale unter dem Behälter mit den Bohnen. D.h. mein Kaffee war schon, je nachdem wie lange er dort schon lag, ziemlich lange an der frischen Luft. Schade! Hier noch ein Auszug von der Tchbibo Homepage zum Privat Kaffee Cuyu:
UTZ Certified ist eine weltweit tätige Non-Profit-Organisation, die beim Anbau und der Beschaffung von Kaffee Massstäbe setzt. UTZ Certified hat uns besonders zugesagt, weil sie die soziale und ökologische Verantwortung im gesamten Kaffeemarkt berücksichtigt und den Kaffeebauern in Geschäftsführung und anderen Bereichen Weiterbildungen anbietet. Zudem ist die Produktion Schritt für Schritt nachverfolgbar.
Duft: Der Cuyu Privat Kaffee hat keinen besonders intensiven Duft. Ich weiß nicht, ob dies aufgrund der grenzwertigen Lagerung im Tchibo Geschäft so ist, jedenfalls macht der Duft nicht viel her. Der typische “Aha-Effekt”, der selbst Nicht-Kaffeetrinker bei dem Öffnen einer frischen Kaffeepackung gefällt, bleibt hier völlig aus. Meine erste Assoziation war eigentlich nur: Es riecht nach altem Kaffee.
Geschmack: Nicht nur bei Preis und Duft ist die Tchibo Kaffee Rarität ein Sorgenkind, sondern auch beim Geschmack. In keiner Einstellung und auch nicht beim feinsten Mahlgrad bekam ich eine feste Crema und ölartige Konsistenz aus diesem Kaffee. Die Crema verschwand meist innerhalb von Minuten. Was ich bei dem schwachen Duft des Kaffees schon vermutet hatte, bestätigte sich nun: Der Cuyu Privat Kaffee schmeckt pappig und abgelagert. Ob es tatsächlich an der Lagerung liegt, kann ich nicht einschätzen. Ich versuche das Geschmackserlebnis trotzdem mal zu beschreiben: Das Mundgefühl des Kaffes ist dünn und wässrig. Überschaubar ist die Komplexität, denn neben dem dominierenden Pappgeschmack, mischt sich nur ein Hauch einer Schokoladennote und leichte Anklänge von Getreideraoma. Der Abgang des Kaffes ist an sich kurz, der Cuyu hinterließ jedoch einen unangenehmen, faden Geschmack im Mund, der mich dazu veranlasste, etwas anderes nachzutrinken. Von mittlerer bis leichter Intensität ist die Säure beim Cuyu.
Fazit: Nicht nur die Lagerung bei Tchibo war in meinem Fall grenzwertig, die sogenannte Kaffee Rarität konnte mich im Test auch nicht ansatzweise überzeugen. Sowohl im Duft als auch Geschmack wird Tchibo dem teuren Label “Privat Kaffee” nicht mal ansatzweise gerecht. Der Kaffee schmeckt pappig und abgelagert und selbst die günstigere Konkurrenz aus eigenem Hause hat mich z.T. deutlich mehr überzeugt. Für 19,99 € pro kg ist dieser Tchibo Kaffee definitiv keine Kaufempfehlung – ich würde sogar explizit vor einem Kauf abraten. Für diesen Preis gibt es schon top Kaffees aus kleinen Röstereien, die geschmacklich meilenweit voraus sind. Für diesen schwachen Kaffee vergebe ich 3 von 10 möglichen Punkten.

Fairtrade und Bio günstig, aber wie schmeckt’s?
Ich hatte das Glück, eine kleine Menge des glücklichen Kaffees zugeschickt zu bekommen, um ihn zu testen. Zwar hat die kleine Menge nicht für einen ausführlichen Test gereicht, aber ich kann dennoch kurz resümieren: Der Happy Coffee in ganzen Bohnen (100% Arabica) hat einen milden, nicht allzu komplexen Geschmack. Leicht schokoladige Noten runden den Kaffee ab. Der Kaffee kommt sehr mild ohne merkliche Säure daher und ist daher ein sehr guter Alltagskaffee, aber nichts für anspruchsvolle Kaffeetrinker. Dennoch denke ich, dass die Aussage von Geschäftsführer Christian Häfner durchaus Wahres an sich hat, der sagte in einem Interview bei kassenzone.de nämlich:
Der aktuelle Hochland Kaffee wurde sehr sorgsam nach umfangreichen Verkostungen ausgewählt und ist schlichtweg der beste Kaffee, der für den Preis zu finden ist.
Für den Preis von 15,50 € pro Kilo inklusive Lieferung ist dieser Kaffee mit Fairtrade und Bio-Siegel im Preis tatsächlich fast unschlagbar platziert. Dafür bekommt der Kunde dann zwar keinen Gourmet-Kaffee, aber einen Kaffee, der ohne viele Ecken und Kanten sicherlich vielen schmecken wird.
Das Konzept von Happy Coffee
Bei Happy Coffee geht es nicht in erster Linie um den Gewinn, sondern auch vor allen Dingen darum, Fairtrade voranzutreiben. Dies wird schon allein am Kampfpreis deutlich, der laut Happy Coffee dadurch erreicht wird, dass komplett auf Lohn- und Werbekosten verzichtet wird. Einnahmen in diesem Bereich werden nur erzielt, wenn sich die Kunden entschließen, mehr als einen Kilo Kaffee zu bestellen. Happy Coffee hat sogar die Preiskalkulation offengelegt, was für die auch ansonsten beispiellose Transparenz des Unternehmens spricht.
Fazit zu Happy Coffee
Happy Coffee klingt für mich schon fast zu gutherzig um wahr zu sein, aber es scheint hier tatsächlich nicht um den Gewinn zu gehen, sondern um den guten Willen, einen wirklich fairen Kaffee zu vertreiben. Für 15,50 € inklusive Versand ist der Kaffee mit Bio- und Fairtrade Siegel beispiellos günstig und bietet durchschnittlichen Geschmack, der vielen Kaffeetrinkern gefallen dürfte. Der Happy Coffee ist mild, bekömmlich und leicht schokoladig, fällt aber nicht durch komplexe oder charakteristische Aromen auf. Dennoch ist er durchaus einen Versuch wert: Hier geht es zu Happy Coffee.
Ich hoffe der Macher bekommt aufgrund der schon fast erschlagenden Ähnlichkeit zum Starbucks Logo keine rechtlichen Probleme… .
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Nach etwas längerer Kaffeetest-Abstinenz, habe ich nun mal wieder einen außergewöhnlichen Kaffee in meinem Vollautomaten probiert. Nämlich den Münchhausen Kaffee aus Bremen (“Hanseatenmischung”) zum schon recht stolzen Preis von 22,- €/kg. Gekauft wurde dieser in der dort ansässigen Chocolaterie Hachez, die Kaffees der Rösterei August Münchhausen vertreiben. Die Verpackung verspricht harmonisches Aroma und ein besonderes Geschmackserlebnis. Ob dieses besondere Geschmackserlebnis eintritt oder ich wie bei 99% der getesteten Supermarkt-Kaffees eher enttäuscht bin, wird der Test klären.
Erster Eindruck: Verpackung und Aufmachung entspricht zwar nicht ganz meinem persönlichem Geschmack, macht aber einen guten Eindruck. Laut Homepage der Rösterei August Münchhausen wird der Kaffee in einem schonenden Langzeitröstungsverfahren geröstet und relativ hell belassen, um einen milden und bekömmlichen Kaffee zu produzieren. Das klingt vielversprechend!
Duft: Mild ist der Münchhausen Kaffee auf jeden Fall. Die Hanseatenmischung verströmt einen mild schokoladigen Hauch irgendwo zwischen Vollmilch und Zartbitter. Das wirkt schon mal, wie auf der Verpackung versprochen, harmonisch und mild.
Geschmack: Auch geschmacklich bleibt der Kaffee dezent, was ihn meiner Meinung nach für Kaffee-Spezialitäten disqualifiziert. Mit dem Münchhausen Kaffee habe ich einen Cappuccino getrunken – hier könnte für meinen Geschmack aber deutlich mehr rüberkommen. So bleiben Kaffee-Spezilitäten etwas konturlos und zu mild. Als schümli aus dem Vollautomaten macht der Kaffee aus Bremen aber einen guten Eindruck. Mild, schokoladig und mit angenehmer Säure ist der Kaffee wunderbar als Alltagskaffee zu gebrauchen. Der “Pepp” fehlt aber leider, sodass der Hanseatenmischung im Test die Puste aus geht, wenn es um geschmackliche Höhenflüge geht.
Fazit: Der Kaffee aus dem norden hat einen gehobenen Preis von 22,- €/kg. Erhältlich ist der Kaffee aus Bremen vor allen Dingen im Norden Deutschlands (Händlerliste ansehen) – leider nicht per online Bestellung… . Wer über diesen Umstand hinweg kommt, bekommt mit dem Münchhausen Kaffee einen verträglichen Kaffee mit mild-schokoladigem Aroma zu einem vergleichsweise hohen Preis. Insgesamt reicht es nicht für eine top Bewertung, weil dem Kaffee geschmackliche Komplexität fehlt. Dafür gibt es dennoch gute 7 von 10 Punkten.

Weitere Kaffeetests findet ihr in unserer Übersicht.
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Gourmet-Kaffee im Supermarkt? Unwahrscheinlich, aber genau das soll der Eilles von Darboven sein – zumindest steht es unübersehbar auf der Verpackung (Schreibweise auf der Packung: Gourmet Café). Was genau einen Gourmet-Kaffee auszeichnet kann ich zwar nicht eindeutig bestimmen, aber zumindest andeuten. Für mich hat ein Gourmet-Kaffee geschmackliche Komplexität oder zumindest ein klar bestimmbares Aroma. Ob der Darboven Kaffee, der sich selbst als Gourmet Kaffee betitelt, diese Voraussetzungen erfüllt, versuche ich in meinem Test herauszufinden.
Erster Eindruck: Der Eilles Gourmet-Kaffee kommt in einer Standard-Verpackung, wie man sie von den Supermarkt-Kollegen kennt. Die Kosten sind mit 3,99 € für das 500g Paket (also 7,98 € / kg) ebenfalls auf Supermarkt Niveau. Lediglich das Produktdesign des Eilles ist im Gegensatz zur Konkurrenz eher klassisch gehalten, was wohl an der Geschichte des Kaffees liegt. Dazu hier ein paar Infos:
Aus feinsten Kaffeesorten bester Provenienzen komponiert, gehört EILLES Gourmet-Kaffee seit über 130 Jahren zu Deutschlands großen Traditionsmarken. Einer der berühmtesten Liebhaber von EILLES Gourmet-Kaffee war Bayernkönig Ludwig II., an dessen Hof EILLES Kaffee zur bevorzugten Marke avancierte. Eine spezielle Veredelung verleiht EILLES Gourmet-Kaffee ganz besondere Eigenschaften: ein unverwechselbares Aroma und erlesenen Kaffee-Genuss.
Duft: Vom Duft her unterscheidet sich der Eilles Gourmet-Kaffee nicht von anderen Supermarkt-Kaffees. Daher spare ich mir hier auch zu versuchen, den Duft genauer zu analysieren. Herbe Getreidenoten dominieren den Duft – Komplexität suche ich vergebens.
Geschmack: Dezent, zurückhaltend und verträglich ist der Eilles Gourmet Kaffee. Soviel zu den positiven Aspekten. Es ist mit diesem Kaffee wie mit jedem anderen aus dem Supermarkt Regal. Durch die schnellen Röstzeiten der Kaffeebohnen bleibt das Geschmackserlebnis in aller Regel hinter Kaffees vom kleinen Röster. Trotz Gourmet-Kaffee Aufdruck gibt es hier also Standardkost: Das richtige für’s Büro und alle Orte, an denen ein Kaffee nicht anecken darf. Ich trinke den Eilles Gourmet-Kaffee zwar auch, aber der geschmackliche Einheitsbrei reicht nicht zum Genießen: Die Säure ist zwar spürbar, aber dennoch zu dezent für meinen Geschmack. Auch der Abgang ist unscheinbar und schnell. Das Mundgefühl des Eilles Gourmet-Kaffee würde ich als dünn bezeichnen.
Fazit: Mit einem günstigen Preis von 7,98 €/kg liegt dieser vermeintliche Gourmet-Kaffee am unteren Ende des preislichen Niveaus für Kaffee, was leider auch für den Geschmack gilt. Zwar ist dieser Kaffee verträglich, mild und unaufdringlich, aber ein geschmackliches Statement, das den selbst vergebenen Titel “Gourmet-Kaffee” rechtfertigt, fehlt hingegen völlig. Dafür gibt es von mir 5 von 10 Punkten.

Weitere Kaffeetests findet ihr in unserer Übersicht.
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Diese Sorte Kaffee wollte ich eigentlich schon zur Vorweihnachtszeit testen: Coffeecube Zimt. Aber die kalte Jahreszeit bleibt und so passt auch der Coffeecube Zimt noch gut zu den derzeitigen Temperaturen. Bei Coffeecube gibt es ausschließlich aromatisierten Kaffee, der natürlichen Aromen ausgesetzt wird. Dies wird ohne Zucker realisiert, sodass man auch keine Angst haben muss, dass einem das Mahlwerk im Vollautomaten verklebt. Das Prinzip von Coffeecube habe ich schon in einem früheren Artikel erwähnt, daher hier ein kurzes Zitat dazu aus dem früheren Test:
Der Kaffee soll laut Coffeecube etwas besonderes sein, dafür spricht nicht nur die aufwendige Behandlung des Kaffees an sich und das hochwertige Produktdesign, sondern auch der Preis: Stolze 6,95 € kostet ein Paket mit 220g Kaffee. Dies entspricht einem Kilopreis von knapp über 31,- €. Also etwas für echte Genießer oder besondere Anlässe – ein Alltagskaffee möchte Coffeecube aber gar nicht sein.
Erster Eindruck: Zum Design der Homepage und der Coffeecubes an sich, der Lieferung per DHL und der Produktaufmachung brauche ich eigentlich nichts mehr zu sagen: Alles wirkt durch und durch stylish und professionell, da kann man nicht meckern. Einzig der Preis von 6,95 € pro 220g Kaffee (als ganze Bohne oder gemahlen) bleibt ein echter Wermutstropfen. Dennoch geben die Coffeecubes ein optisch ansprechendes Geschenk ab. Positiv aufgefallen ist mir, dass mein Coffeecube mit der Geschmacksrichtung Zimt anscheinend ganz frisch geröstet wurde, nämlich ein Jahr vor Ende des Mindesthaltbarkeitsdatums. Die Röstung meines Kaffees lag also ca. 14 Tage zurück (habe den Kaffee am 02.02.10 erhalten). Im wiederverschließbaren Frischebeutel hält sich der Kaffee auch recht gut.
Duft: Der Coffeecube Zimt befindet sich beim Duft irgendwo zwischen getrockneten Blüten und kräftigem Zimt Aroma mit einem Hauch angenehmer Süße. Wie erhofft ist das Zimt Aroma vergleichsweise natürlich und sehr intensiv. Das macht natürlich Laune auf den Geschmackstest!
Geschmack: Die Euphorie, die ich beim Duft noch auf den Coffeecube Zimt hatte, wird beim Geschmack zumindest gedämpft. Hier verliert der Kaffee klar seine Intensität. Das Zimt Aroma kommt zwar gut durch, der überwältigende Eindruck bleibt aber aus. Festzuhalten ist aber, dass der Coffeecube Zimt angenehm herb nach Zimt schmeckt. Als Kaffeesorte wurde wohl eine vergleichsweise neutrale Sorte gewählt, denn das Kaffeearoma nebenher ist kaum erwähnenswert. Als normalen Kaffee würde ich den Coffeecube als interessante Erfahrung, aber nicht geschmacklich hervorragend einstufen. Trotzdem ist dieser Kaffee eine gute Alternative zu normalem Kaffee an einem kalten Winterabend. Besser ist aber der Einsatz im Cappuccino oder Latte Macchiato. In Kombination mit Milch in den Kaffee Spezialitäten kann der Coffeecube Zimt seine Stärken ausspielen. Hier entfaltet sich das Aroma noch eine Spur passender als in normalem Kaffee – eine Prise Zimt und Zucker auf dem Milchschaum rundet das geschmackliche Erlebnis ab.
Fazit: Umgehauen hat mich der Coffeecube Zimt zwar nicht, aber insbesondere als Latte Macchiato oder Cappuccino macht dieser Aroma-Kaffee an kalten Winterabenden eine sehr gute Figur. Wie immer stimmt auch die Aufmachung der Homepage von Coffeecube, das Produktdesign und die Verpackung. Lediglich der Preis von 6,95 € für 220g (31,59 € / kg)Kaffee ist etwas hoch. Abzüge gibt es beim Coffeecube Zimt also nur auf geschmacklicher Ebene, die mich nicht vollends überzeugen konnte. Erhältlich ist der Coffeecube natürlich, wie sollte es anders sein, bei Coffeecube im Online-Shop. Daher gibt es 7 von 10 Punkten für diesen aromatisierten Kaffee.

Weitere Kaffeetests findet ihr in unserer Übersicht.
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Erster Eindruck: Zu Tchibo muss ich wohl nicht allzu viel sagen. Ob das Hauptgeschäft überhaupt noch mit Kaffee bestritten wird oder mittlerweile die Produkte den Hauptumsatz machen… ich weiß es nicht. Aktuell fällt mir zu Tchibo eigentlich nur die Preisabsprache mit Dallmayr und Melitta ein, über die ich auch schon berichtet habe. Tchibo schreibt zum African Blue:
African Blue aus 100 % Hochland-Arabica-Bohnen gedeiht auf fruchtbaren, eisenhaltigen Böden unter der intensiven Äquatorsonne Ostafrikas. Die erlesene Privat Kaffee-Komposition African Blue schenkt Ihnen mit jeder Tasse einen besonders ausdrucksvollen Kaffeegenuss.
Duft: Der African Blue duftet (ich würde schon fast sagen er riecht…) ziemlich intensiv, aber nicht unbedingt speziell. Getreidenoten dominieren den Duft.
Geschmack: Zwar gehört das nicht unbedingt zum Geschmack, aber so wie das Auge mitisst, so trinkt es auch mit. Leider kann die dünne, schnell zerfallende Crema diesem Anspruch nicht gerecht werden. Auch sonst ist der Geschmack sehr dünn. Obwohl der African Blue Kaffee innerhalb des Tchibo-Sortiments wohl einer der kräftigsten ist (Stufe 4 von 4 bei Tchibo). Dennoch bietet der African Blue für meinen Geschmack weder Säure, Würze oder geschmackliche Fülle. Ich mache mir auch an dieser Stelle nicht mehr die Mühe, den typischen Supermarkt-Kaffee Geschmack des Tchibo African Blue zu zerreden. Mehr als bei günstigeren Supermarkt-Kaffees, auch von Tchibo selbst, gibt es hier nicht, trotz des Anspruchs, der African Blue solle etwas Besonderes sein. Positiv zu vermerken ist die leichte Verträglichkeit des Kaffees und das Fehlen von Bitterstoffen, die bei “light” Geschmack aber auch nicht weiterhilft.
Fazit: Der Tchibo Privat Kaffee African Blue für 11,98 €/kg liefert im Kaffee Vollautomaten dünne Crema und dünnen Geschmack, der sich keinesfalls über das Niveau anderer Supermarkt Kaffees erheben kann. Zumindest fällt er auch nicht negativ auf, was aber nicht über die geschmacklichen Defizite hinweghelfen kann. Diesen standardisierten Supermarkt-Kaffee Geschmack kann man auch günstiger haben. Besser geht es z.B. mit dem Möwenpick “Der Himmlische” oder dem Nicaragua Maragogype. Insgesamt bekommt der Tchibo Kaffee von mir 4 von 10 möglichen Punkten.

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