Erster Eindruck: Die BPCC gehört wohl zur Welle des “Kaffee 2.0″: Jung, dynamisch, anspruchsvoll – die Hauptsache ist, es kommt kein Supermarkt-Kaffee in die Tasse. Die angebotene Qualität, die übrigens auch im Falle des “stand up mate!” Espresso mit Bio-Siegel ausgestattet ist, hat natürlich auch seinen Preis. Pro 250g kostet der BPCC Espresso 5,90 €, was einem Kilopreis von gehobenen 23,60 € entspricht. Die Homepage der Kaffeepiraten bietet einiges an Informationen zum Kaffee inklusive einer Skala, wie stark oder säurehaltig der jeweilige Kaffee ist. Auch das Design ist gelungen und im hauseigenen Blog gibt es immer aktuelle Infos rund um die Black Pirate Coffee Crew. Hier noch ein Zitat zu der Hausmarke der Kaffeepiraten:
Die Bohnen für unsere Black Pirate Coffee Crew Selection werden extra für uns zusammengestellt und geröstet. Sie stammen allesamt aus kontrolliert biologischem Anbau. Und natürlich kennen wir deren Herkunft, Anbau und Verarbeitung. Unser Röster Franz Niehoff fährt selbst jedes Jahr zu den Kooperativen, um sich von der aktuellen Ernte zu überzeugen.
Duft: Die Bohnen des “stand up mate!” duften intensiv nussig-schokoladig. Besonders beim Öffnen der Packung macht der zum Lieferzeitpunkt frisch geröstete Espresso einen tollen Eindruck. Es zeichnet sich schon ab, dass der Espresso einen runden, harmonischen Eindruck machen wird. Auf der Packung und der Homepage steht, der “stand up mate!” sei sehr stark. Ich bin gespannt auf den Geschmack!
Geschmack: Espresso im Vollautomaten? Eher schwierig, gebe ich zu. Deswegen tue ich mich meistens auch mit der Bewertung schwer. Der “stand up mate!” ist für meine Begriffe aber eine echte Ausnahmeerscheinung, denn trotz 30% Robusta-Anteil bleibt die Säure angenehm zurückhaltend, auch wenn sie minimal intensiver sein könnte. Im Vollautomaten übersäuert der Espresso aber ganz gern, sodass insbesondere der letzte Schluck ganz schön unangenehm werden kann. Beim “stand up mate!” hatte ich diesen Effekt kaum: Der schokoladige Geschmack ist intensiv und mit nussigen Zusatzaromen einfach rund. Auch als Schümli und insbesondere als Cappuccino hat mir dieser Espresso wunderbar gefallen. Er ist angenehm kräftig, macht zaubert eine feste, dunkelbraune Crema in die Tasse und ist gut verträglich. Für mich einer der besten Espressi bisher!
Fazit: Für 23,60 € pro kg Espresso gibt es bei der Black Pirate Coffee Crew einen empfehlenswerten Espresso, der garantiert wach macht, aber trotz kräftiger Aromen und intensiv nussig-schokoladigem Aroma sehr gut verträglich ist. Trotz des 30%igen Robusta Anteils ist die Säure mild und zurückhaltend, was eine Stärke des Espresso ist und ihn besonders für den Vollautomaten qualifiziert. Ein toller Espresso, der mir im Test 9 von 10 Kaffeebohnen wert ist!

Weitere Epressotests findet ihr in unserer Übersicht.
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Schon zwei mal habe ich in letzter Zeit zum Kaffee trinken einen Abstecher ins Schanzenviertel in Hamburg gemacht: Ziel war das Kopiba. Das kleine Cafe hat mir auf Anhieb gefallen – der Kaffee (aus der French Press) hat mir bisher immer sehr gut geschmeckt und das Personal versteht etwas davon, die Atmosphäre für die Gäste angenehm zu gestalten. Vor allen Dingen habe ich gemerkt, dass Kaffee hier nicht bloßes Verkaufsprodukt ist, sondern zelebriert wird. Aus diesen Gründen habe ich mich entschlossen, mal einen der Hauskaffees zur Verkostung mitzunehmen. Nach einer kurzen Beratung habe ich mich für den Vivace (19,90€/kg) entschieden, eine Kaffee-Mischung mit 30% Robusta Anteil.
Erster Eindruck: Der Vivace kommt (bei Mengen von 150g oder 250g) in einer edlen Metalldose daher. Bis ins Detail stimmt hier vom Design über die Funktionalität alles: Die Dose hat einen Schraubverschluss, der plan auf der Dose aufliegt und sie fest abschließt – sogar an einen Dichtungsring wurde gedacht. An der Aufschrift der Dose sieht man schon, hier versteht jemand etwas von Kaffee. Hier steht nämlich, man solle den Bohnenkaffee innerhalb von zwei Wochen aufbrauchen. Das ist nur sinnvoll, denn das ist der Zeitraum, in der der Kaffee einfach noch am besten schmeckt. Der erste Eindruck ist dementsprechend schon mal sehr überzeugend, lediglich der Preis schreckt bei den kleinen Dosen ist nicht ganz günstig (150g kosten ab 3,90 € und 250g ab 6,50 €). Hier noch die Beschreibung von der Kopiba Homepage:
Diese Espresso-Mischung beinhaltet Spitzenkaffees aus der Karibik, Südamerika, Afrika und Asien mit 70% Arabica- und 30% Robusta-Anteilen und wurde in unserer Schaurösterei in Hamburg zusammengestellt. Geröstet wurden die einzelnen Kaffees im schonenden und aroma-intensiven Langzeit-Röstverfahren. Das Ergebnis ist eine sehr ausgewogene Komposition mit einer kräftigen und würzigen Note.
Duft: Der Kopiba Vivace riecht trotz des hohen Robusta-Anteils von 30% ziemlich erfrisched. Ein anregender holzig-säuerlicher Duft strömt aus der Dose, der insgesamt recht mild ist, aber einen bleibenden Eindruck hinterlässt. Der Duft des mit dem Vivace zubereiteten Espresso hat mich überrascht (an dieser Stelle schreibe ich normalerweise ja nur über die Bohnen an sich). So derart mild und schokoladig hat bisher noch kein Espresso geduftet.
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Geschmack: Zum Geschmack muss ich vorneweg sagen: Viele Kaffees mit Robusta-Anteil sind wenig verträglich und übersäuert. Zum Glück hatte ich in letzter Zeit viele hochwertige Mischungen im Test, die allesamt eine sehr angenehme Säure hatten. Bei Mischungen mit hohem Robusta-Anteil trennt sich in aller Regel die Spreu vom Weizen. Daher ist es hier auch besonders interessant, den laut Kopiba “kräftigen und würzigen” Kaffee zu testen. Als Schümli hat mir der Kaffee gut gefallen. Trotz des hohen Robusta-Anteils tritt die Säure angenehm spürbar zu Tage. Auch die holzigen Noten kommen gut zur Geltung, auch wenn mir der Abgang für einen kräftigen Kaffee eine Spur zu kurz und der Körper des Kaffees nicht ausgeprägt genug ist. Als Espresso kann der Kopiba Vivace ebenfalls punkten. Wie schon im Duft beschrieben, überrascht der Espresso mit einem Duft, den man sonst nur von Kakao kennt (ich meine keinen Instant Kakao
). So gefällt mir der Kopiba Vivace noch besser, denn hier kommt die kräftige Säure besonders gut zur Geltung und auch der Abgang ist lang und aromatisch. Wahrscheinlich wird die Säure auch einigen eher negativ auffallen, aber ich finde sie ist in einem gut verträglichen Rahmen.
Fazit: Mein erster Einkauf beim Cafe Kopiba im Schanzenviertel in Hamburg war gleich ein voller Erfolg. Dieser Kaffee kann in nahezu jeder Hinsicht voll überzeugen. Zwar ist er als Schümli nicht perfekt geeignet, wer jedoch einen vergleichsweise sauren, schokoladigen Espresso mag, wird den Kopiba Vivace lieben. Erhätlich ist der Kopiba Vivace für 19,90 €/kg im Cafe Kopiba in der Straße Beim Grünen Jäger 24 in 20359 Hamburg. Weitere Kaffees findet ihr auf der Internetseite Kopiba.de. Für den Kopiba Vivace gibt es 8 von 10 Punkten!

Weitere Kaffeetests findet ihr in unserer Übersicht.
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Nerobianco heißt er, der Espresso von Seeberger, der mir in die Finger geraten ist. Der Name ist so eingängig, wie er simpel ist, denn Nerobianco heißt nichts anderes als “Schwarzweiß” – das Zebra auf der Verpackung gibt da auch noch eindeutige Hinweise. Wie bereits im Artikel über den Langen Cafe Creme erwähnt, bin ich bei günstigen Arabica/Robusta Mischungen immer eher skeptisch. Doch hier hat der Langen Kaffee mir zum ersten Mal gezeigt, wie gut eine solche Mischung schmecken kann. Der Nerobianco Espresso von Seberger (13,95 € / kg) ist dunkel geröstet und hat einen recht hohen Robusta Anteil von 30%. Im Test wird sich zeigen, ob der kräftige Espresso überzeugen kann.
Erster Eindruck: Seeberger ist einen Kaffeerösterei aus Süddeutschland, die mit 160 Jahren Firmengeschichte zu den ältesten Unternehmen in diesem Bereich gehört. Dementsprechend wirkt die Verpackung grundsolide, hier gibt es keine Beanstandungen. Hier noch einige Informationen zum Unternehmen Seeberger:
Höchstes Qualitätsbewusstsein und die Leidenschaft für eine gute Tasse Kaffee – mit diesen Prämissen arbeitet Seeberger bereits seit der Einrichtung der Kaffeerösterei im Jahre 1882. Gegründet 1844 als Kolonialwarengeschäft, ist das Traditionshaus in Ulm heute eines der ältesten Unternehmen für Kaffeespezialitäten in Deutschland.
Duft: Die Aufschrift der Verpackung verspricht in dieser Hinsicht nicht zu viel, hier heißt es “stark und würzig im Aroma, mit einem Hauch von Edel-Bitterschokolade”. Dem kann ich eigentlich kaum etwas hinzufügen, der Duft entspricht dieser Beschreibung. Bisher ist dies das intensivste Aroma, das ich unter die Nase bekommen habe.
Geschmack: Der Nerobianco Espresso von Seeberger ist kräftig… zu kräftig leider. Die starke Säure der Robusta-Bohne trübt die Freude am Geschmack, aber zum Glück nur so lange, bis man Milch zusetzt. Dann kann man die bitteren Noten bändigen und erhalt einen immer noch starken, aber leckeren Espresso, der tatsächlich an Bitterschokolade erinnert. Wer starken Espresso mag, kommt hier voll auf seine Kosten. Auch hier hat die Packung schon den richtigen Tipp gegeben: “Sein Zuhause ist die kleine Tasse, bei einem Milch-Rendezvous weiß er sich gekonnt in Szene zu setzen.”
Fazit: Ohne Milch ist er leider viel zu kräftig, der Seeberger Nerobianco Espresso. Mit Milch kann er jedoch starke Aromen präsentieren, die an Bitterschokolade erinnern. Wer kräftigen Espresso mag, kann hier beherzt zugreifen (erhältlich im Seeberger Shop für 13,95 € zzgl. Versandkosten). Für den Nerobianco Espresso von Seeberger gibt es insgesamt 7 von 10 Punkten.

Weitere Kaffeetests findet ihr in unserer Übersicht.
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Nach längerer Kaffeetest-Abstinenz gibt es heute mal einen Bio-Espresso von Niehoffs. Diesmal ist es kein reiner Arabica-Espresso, diesmal sind auch die Robusta-Bohnen mit an Board in einem Mischverhältnis von 30% Robusta zu 70% Arabica. Also erwarte ich hier einen eher kräftigen Espresso, da die Robusta-Bohne generell zu kräftigem Geschmack mit mehr Bitterstoffen tendiert.
Hier noch einige kurze Infos zum Unternehmen:
[Niehoffs Kaffeerösterei ist ein...] Traditionelles Familienunternehmen mit Kernkompetenz für Kaffeespezialiäten, vor allem im Bereich biologischer und Fair gehandelter Kaffees. Wovon träumen wir?
Bewusstsein der Verbraucher dahingehend zu verändern, dass sie ein ökologisches Selbstverständnis aufbauen und nachhaltige Qualität zu schätzen wissen. Die Lebensbedingungen der Kleinbauern zu verbessern und die Umwelt zu schonen.
Ob der Bio-Espresso “Coffee Natura” von Niehoffs geschmacklich überzeugen kann? Ich habe mich ans Probetrinken gewagt… .
Erster Eindruck: Defintiv lobenswert ist für mich das Motto unter dem Niehoffs Kaffeerösterei arbeitet: Hier kommen moderne Prinzipien des Kaffeeanbaus nach ökologischen Gesichtspunkten mit einem gewissen geschmacklichen Anspruch zusammen. Das klingt schon mal sehr vielversprechend! Zum Espresso Coffee Natura gibt es auf der Homepage leider nur spärliche Informationen:
Der beliebte Coffea Natura Espresso ist auch als Bohnenware erhältlich. Holen Sie sich ein Stück italienische Atmosphäre nach Hause und genießen Sie den kräftigen, aromatischen Geschmack mit der typisch feinen Crema.
Duft: Sehr kräftiger, fein säuerlicher Duft strömt aus der Packung des Coffee Natura Bio-Espresso. Mir fallen dabei keine besonderen Nuancen auf, weder positiv noch negativ. Bei der Intensität des Duftes erwarte ich jedoch einen kräftigen Espresso.
Geschmack: Viele Espressi vom Coffee Natura Bio-Espresso habe ich getrunken, leider keinen davon bis zum Ende… . Dies lag vor allen Dingen daran, dass ich keine Einstellung gefunden habe, um die Arabica-Robusta Mischung geschmacklich zu entschärfen. Zu viel Säure und ein weit zu herber Abgang haben mir als Espresso und als Lungo nicht besonders gefallen. Besser ging es dann schon im Cappuccino: Hier kann der Espresso durchaus überzeugen, wenn man kräftigen Cappuccino gern trinkt. Die herben Noten der Robusta, die den Espresso pur noch so erdrückt haben, kommen hier gut zur Geltung.
Fazit: Mit einem interessanten Motto kann Kaffeerösterei Niehoffs zumindest überzeugen. Der Espresso Coffee Natura kann hingegen leider nicht bei mir punkten. Zu dominant ist mir der Espresso mit seinen herben stark säurehaltigen Noten. Wer wirklich starken Espresso liebt, könnte hier einen neuen Favouriten finden. Mir persönlich kommt der Coffee Natura nur noch in den Cappuccino, wo er durchaus gefallen kann. Dafür gibt es insgesamt 4 von 10 Punkten. Übrigens gibt es den Kaffee für 13,99 € / kg zzgl. Versand bei Kaffeesolo.

Weitere Kaffeetests findet ihr in unserer Übersicht.
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