Die Zahlen der Verbraucherschützer sind zwar nicht bestätigt worden, aber ich denke, es ist durchaus realistisch, dass die Rechnung für die Kaffee-Riesen auf geht und die Strafe deutlich unter dem eingefahrenen Gewinn liegt. Nun wollen die Unternehmen gegen die Strafe, die bei 159,5 Mio Euro liegen soll, Rechtsmittel einlegen, da erhebliche Zweifel an der Verfassungsmäßigkeit Höhe der Strafe bestünden, so die Sprecherin von Melitta. Auch Tchibo kündigte an, gegen den Bescheid vorzugehen.
Sicherlich gehören Preisabsprachen in vielen Branchen zur Tagesordnung – nachweisen lässt es sich selten. Vor allen Dingen im Bereich der Ölindustrie sind solche Absprachen schn seit Jahren in den Medien, bisher gab es aber keine eindeutigen Beweise. In dem Verfahren zur Preisabsprache bei Tchibo, Dallmayr und Melitta heißt es, ein Konkurrent habe das Verfahren ins Rollen gebracht, als eine Kontrolle durchgeführt wurde. Welcher Konkurrent aus der Kaffeebranche hier die Ermittlungen eingeleitet hat, ist bisher nicht bekannt.
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