Wie der Systemcheck gezeigt hat, ist die Senseo immer noch ein guter Kompromiss aus Geschmack und Preis: Ihr fehlt zwar der nötige Druck, um in die geschmacklichen Sphären der Konkurrenz aufzusteigen, aber dafür ist sie auch preislich auf dem Boden geblieben. Grund genug für mich, auch weiter über die Senseo-Pads zu berichten. Seit langer Zeit gibt es schon die “Feinschmecker” Sorten mit zugesetztem Aroma: Sevilla, Rio De Janeiro, Brazil Blend (einzige Sorte ohne Aroma) und Vienna. Diese sind, im Vergleich zu den normalen Senseo Pads und erst Recht im Vergleich zu Pads von anderen Herstellern, relativ teuer. Im Supermarkt vor Ort schlagen die Aroma-Sorten meist mit 2,49 € für 16 Pads zu Buche.
Getestet wurde wie auch schon beim letzten Senseo Pad Test: Ich habe den Kaffee nicht selbst getrunken, sondern meinem immer mal Besuchern angeboten und die Ergebnisse festgehalten. Hier nun die Eindrücke und Testergebnisse für die einzelnen Sorten Aroma-Kaffee.
Der Senseo Sevilla mit Karamell und Vanille ist bei den Testern durchweg gut weggekommen. Besonders gelobt wurde die Ausgewogenheit von Karamell und Vanille Aroma im Verhältnis zum Kaffee-Geschmack, der natürlich nicht verloren gehen darf. Dieses positive Argument war aber auch gleichzeitig die Schwäche des Kaffees: Wer die Auswahl hat und sich ein kräftiges Aroma wünscht, dem könnte hier die Spezilität fehlen. Durschnittlich wurden 8 von 10 möglichen Punkten vergeben.
Rio De Janeiro mit Creme-Likör und Vanille Geschmack machte der städtischen Herkunft alle Ehre: Im Test wurde der Kaffee als immer noch angenehm, aber ganz und gar nicht langweilig empfunden: So wurden die Rio De Janeiro Kaffeepads im positiven Sinne als geschmacklich extravagant und trotzdem unaufdringlich empfunden. Dies führte letztlich dazu, dass er mit 9 von 10 Punkten sogar noch besser eingeschätzt wurde, als der Senseo Sevilla.
Die Brazil Blend Kaffeepads ohne zugesetztes Aroma sollen beim Kunden durch den besonderen Kaffee punkten. Bei den Testern konnte auch dieser Kaffee punkten, allerdings wurde bemängelt, dass dieser Kaffee im Vergleich zum den normalen Kaffeepads kaum anders schmecke. Für den Aufpreis der speziellen Sorte darf man durchaus mehr erwarten. Trotzdem insgesamt ein guter Kaffee, der 7 von 10 Punkten im Test bekommt.
Der Senseo Vienna mit Schokolade und Vanille Aroma spaltete das Testerfeld: Während einige den Vienna als dezent zurückhaltenden Kaffee empfanden, der mit leichten Schokoladengeschmack punkten kann, empfand der überwiegende Teil den Kaffee zwar als angenehm, aber zu zurückhaltend beim Aroma. Hier lohnt sich der Aufpreis im Vergleich zu einer nicht aromatisierten Sorte kaum. Im Test schneidet der Senseo Kaffee mit 5 von 10 Punkten nur durchschnittlich ab.
Fazit des Test: Der knappe Testsieger Senseo Rio De Janeiro ist neben dem Senseo Sevilla eine Empfehlung. Aufgrund des fehlenden Aromas ist der Brazil Blend leider preislich uninteressant – ich empfehle hier eher den normalen Senseo Kaffee zu kaufen. Dies gilt auch für den Senseo Vienna, dessen Aroma insgesamt leider zu zurückhaltend war.
Eine günstige Alternative zum selbst dosieren von Aroma bildet übrigens Kaffeesirup von Monin, den ich auch schon ausführlich hier im Blog vorgestellt habe. Übrigens gibt es die Kaffeepads mit der neuen Sorte Senseo Marrakesch als sogenannte Senseo Citytour zusammengefasst. Das Probierpaket gibt es für unter 10,- € bei Amazon. In diesem Paket ist aber nicht die hier getestete Sorte Brazil Blend enthalten!
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Über aromatisierten Kaffee habe ich schon berichtet und auch über Sirup, um Kaffee nachträglich zu aromatisieren. Zur ersteren Gruppe gehört der Aroma-Kaffee von C&T (kurz für: “The Coffee & Tea Company”), den ich zugeschickt bekommen habe. Ich bin zwar kein besonderer Fan aromatisierter Kaffees, aber zumindest probiere ich solche Sorten noch. Den C&T Kaffee, der über meineigenerkaffee.de vertrieben wird, gibt es mit brasilianischen Kaffeebohnen zum Preis von 21,50 €/kg zzgl. Versandkosten. Auf der noch etwas unübersichtlichen Homepage gibt es eine geradezu erschlagende Auswahl an verschiedenen Kaffeesorten und Aromen – vielleicht liegt es aber auch am Aufbau, dass es nach so viel aussieht. Ich jedenfalls habe hier den Karamell Kaffee in ganzen Bohnen und gemahlen testen dürfen.
C&T Karamell Kaffee – Duft und Geschmack
Sowohl der gemahlene als auch der Kaffee in ganzen Bohnen von C&T haben eines gemeinsamen: Sie duften gleich extrem nach Karamell, sodass nach dem Öffnen der Packungen die ganze Küche von einem Karamell-Dunst eingehüllt ist. Auch wenn ich mir zu diesem Zeitpunkt nicht sicher bin, ob es eine gute Idee ist, damit meinen Vollautomaten zu beladen, befülle ich den Bohnentank mit den stark glänzenden
Kaffeebohnen. Heraus kommt, ob als Schümli, Espresso oder Cappuccino, eine sehr karamellige Komposition, die kaum noch Kaffeearomen zulässt. Fast schon erschlagend ist der herbe Karamell-Geschmack, bei dem mir aber irgendwie die süßlichen Noten fehlen. Dies kann man natürlich mit einem Löffel Zucker ausgleichen, was sich zumindest im Cappuccino sehr gut macht. Insgesamt war mir der Aroma-Kaffee von C&T aber doch deutlich zu karamellig, sodass ich ihn letztlich mit einem anderen Kaffee zu gleichen Teilen gemischt habe. Ein angenehmer Karamell Geschmack, der nicht die Kaffee-Aromen völlig übertüncht hat, war die Folge. Lecker! Schade, dass der Preis des C&T Kaffees aktuell noch etwas hoch ist.
Kaffee-Aroma: Sirup von Monin
Die bekannten Aromen von Monin (hier gibt es natürlich auch andere Hersteller) habe ich schon getestet – diese werde n oft auch in Cafés genutzt. Das Ergebnis des Tests der Kaffee-Aromen: Einige Sorten sind weit ab von den Geschmacksvorlagen aus der Natur und schmecken einfach nur künstlich, andere deutlich besser. Solcher Sirup sollte aber auf jeden Fall sparsam eingesetzt werden.Vorteilhaft an den kleinen Fläschchen ist, dass man das Aroma selbst dosieren kann. Außerdem ist so ein Aroma nicht besonders teuer und hält sich sehr lange.
Vom Kaloriengehalt ist es natürlich recht unproblematisch, wenn man selten Kaffee mit Aroma trinkt, aber dies sollte nicht unterschätzt werden. Die “light” Version hat zwar keinen Zucker, ist aber voll mit künstlichen Süßstoffen. Da nehme ich lieber die Variante mit Zucker und weiß geschmacklich und inhaltlich wenigstens halbwegs, woran ich bin. Empfehlenswert ist es hier auf jeden Fall, sich vorher einmal bei Tchibo (sofern verfügbar) oder bei Amazon ein Probierpaket zu bestellen. Hier sind die gängigsten Sorten vertreten. Aber auch sonst lohnt es sich dort zu stöbern, denn es gibt wirklich sehr viele verschiedene Sorten… .
Aromatisierter Kaffee: Coffeecube
Die Alternative sind bereits fertig aromatisierte Kaffeebohnen, die nach dem Rösten Geschmacksaromen ausgesetzt worden sind. Auch hier habe ich schon eine Kostprobe gemacht mit den Kaffeebohnen von Coffeecube. Zwar hat mir hier nicht jede Sorte besonders gut gefallen, aber besonders Haselnuss hat es mit angetan. Hier kann man die Intensität des Aromas nicht variieren wie beim Monin Kaffeesirup, aber dafür erhält man einen gut abgestimmten Kaffee. Zudem muss man auch nicht jedes mal mit zuckrigem Sirup herumhantieren, was sicherlich auch ein Vorteil sein kann. Das Verfahren, um das Aroma in die Bohne zu bekommen, funktioniert so (laut Homepage von Coffeecube):
Bei ca. 140 Grad Celsius wird der Kaffee einzeln und von Hand geröstet. Nach dem abkühlen der Bohnen werden diese mit natürlichen Aromastoffen besprüht und müssen dann ca.12 Stunden ruhen, damit die Aromen vollständig in die Bohnen einziehen können und sich der einzigartige Geschmack von Coffeecube entfalten kann. Jetzt kann der Kaffee frischeversiegelt und aromadicht verpackt werden, damit Sie Ihren Lieblingskaffee in vollem Aroma genießen können.
Das Resultat ist ein Kaffee, der ohne Zucker auskommt, was die Aromen auch wesentlich natürlicher macht. Zudem ist dieser aromatisierte Kaffee kein Kalorienbombe. Einziger echter Nachteil: Die Coffeecubes haben nicht nur eine edle Aufmachung und sind aufwändig behandelt, sie sind auch teuer. So kostet ein Coffeecube mit 220g Kaffee im Shop von Coffeecube 6,95 €.
Fazit: Aromatisierter Kaffee oder Kaffee mit Aroma?
Schwer zu sagen, was nun wirklich besser ist. Zumindest bekommt der Kaffeesirup auf jeden Fall den Preispunkt in diesem Duell. Rein aus ernährungstechnischer Sicht ist Monin natürlich keine besonders gesunde Sache durch Zucker bzw. Süßstoffe. Hier hat Coffeecube die Nase vorn. Auch geschmacklich finde ich den Aromawürfel nicht nur natürlicher, sondern auch einfach besser als als flüssige Pendant aus der Flasche. Mein Gewinner ist also der aromatisierte Kaffee, auch wenn das am Ende jeder für sich selbst entscheiden muss.
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