mal erträumen konnte. Filterkaffee gehört mittlerweile zum alten Eisen, in deutschen Küchen finden sich millionenfach Kapsel- und Padmaschinen namens Senseo, Nespresso, Dolce Gusto, Tassimo usw. Man müsste mittlerweile denken, dass jeder schon so eine Maschine hat und der Markt gesättigt ist, aber dies kann man anscheinend so generell nicht annehmen. Mein ausführlicher Systemcheck-Artikel, der demnächst sicher einmal ein Update bekommt mit neuen Maschinen, ist nach wie vor sehr beliebt. Gerade vor Weihnachten stellt sich also wieder die Frage: Welches System soll es sein? Aus der Schweiz kommt das Cremesso System, das ich heute vorstellen möchte.
Wie ist Cremesso einzuordnen?
Mit hohem Druck (19 Bar), Kapseln und hochwertiger Optik ist es sicher in erster Linie eine Kampfansage an Nespresso und Dolce Gusto. Auch die K-Fee Preferenza und das Tchibo Cafissimo System gehören zur direkten Konkurrenz. In Anlehnung an Nespresso gibt es sogar eine Cremesso Compact Automatic und eine Cremesso Manual. Unterschied: Bei der Automatic Variante gibt es zwei Tassengrößen und der Brühvorgang endet jeweils automatisch. Bei der manuellen Variante wird der Brühvorgang per Knopfdruck abgeschlossen. Vorziehen würde ich hier in jedem Falle eine automatische Variante. Dies bringt mehr Komfort und immer gleiche Geschmackserlebnisse.
Verpackung, Zubehör und Aufbau
Die Cremesso kommt in einer schicken, schwarzen Verpackung. So minimalistisch gehalten wie das Design ist auch der Packungsinhalt: Die Cremessso Compact Automatic befindet sich im Karton und eine kurze Bedienungsanleitung. Dass der Inhalt auf das Nötigste reduziert ist, gefällt mir – keine Werbeheftchen und Anleitungen, mit denen man ohnehin nichts anzufangen weiß. Insofern man den Aufbau überhaupt so nennen kann – dieser beschränkt sich eigentlich auf das anstecken des Stromkabels,
drücken des Netzschalters
(es gibt einen echten Netzschalter!) und das obligatorische Durchspülen am Anfang. Schon ist die Cremesso Compact Automatic einsatzbereit.
Verarbeitung und Design
Das Design der Cremesso Compact ist monolitisch: Es gibt keine Schlitze, sehr sparsam eingesetzte Bedienelemente und alles wirkt wie aus einem Guss. In Kombination mit der (in meinem Fall schwarzen) Hochglanzoberfläche macht das Design einen hochwertigen Eindruck, auch wenn die Cremesso Compact Automatic damit ein echter Staubfänger ist – diese Einschränkung gilt allerdings für alle Hochglanz-Oberflächen… . Der Hebel zum öffnen der Kaffeemaschine ist aus verchromtem
Metall und macht einen stabilen Eindruck. Der Auslauf darunter ist leider aus Plastik, was man allerdings nur durch Fühlen merkt, ansonsten ist das chromfarbene Plastik nicht vom Hebel zu unterscheiden. Besonders gut gefallen an der Cremesso Compact Automatic hat mir der Netzschalter, mit dem man die Maschine komplett vom Stromnetz trennen
kann (kein sinnloser Standby). Wobei auch der Standby Modus bei der Cremesso Comapct herausragend mit nur 0,3 Watt funktionieren soll (konnte leider nicht nachmessen). Das Befüllen und Einsetzen das Wassertanks funktioniert auch reibungslos, der Deckel auf dem Tank schließt vernünftig ab. Insgesamt ein Liter passt in den Tank, was sich im Test als gute Größe herausgestellt hat – auch bei Wahl der
großen Tassengröße musste ich nur selten nachfüllen. Kleines Designhighlight sind wahrscheinlich die beiden beleuchteten Tasten für eine große und eine kleine Taste. Im Falle der schwarzen Cremesso leuchten diese in Weiß, was optisch viel her macht. Übrigens fand ich – das an dieser Stelle als Randnotiz – die Farben der Cremesso Kapseln auch recht außergewöhnlich und ansprechend.
Bedienung
Romane erzählen kann ich zur Bedienung der Cremesso Compact Automatic nicht, es gibt ja nur zwei Knöpfe und den Netzschalter. Dies macht im Prinzip auch den Reiz dieser Maschine aus. Die Bedienung könnte eigentlich kaum simpler sein. Hebel hoch, Kapsel rein, Hebel runter, dann habe ich die Wahl: Entweder ich drücke auf die linke Taste für eine kleine Tasse (entspricht einem Espresso mit 60ml) oder die rechte Taste für eine große Taste (entspricht einem Café Crema mit 120ml). Mehr Optionen gibt es nicht – Trickser, denen der Kaffee noch zu stark ist, drücken im Zweifel nochmal mit derselben Kapsel auf eine der Tasten. Zu den Tassengrößen ist natürlich zu sagen, dass Filterkaffee Trinker sich von großen Kaffeebechern erstmal umgewöhnen müssen. Zum Füllen einer “normalen” Tasse muss man schon zwei Kapseln durch die Maschine jagen. Die gebrauchten Kapseln fallen dann ins Innere der Maschine und können dort erstmal vergessen werden – der ganze Vorgang entpuppt sich also als unkompliziert und sauber, wie man es auch von Nespresso gewohnt ist.
Die Ohren werden bei der Cremesso Compact Automatic geschont. Ich empfinde den tieffrequenten Ton des Brühvorgangs als sehr angenehm und gut vertretbar. Ansonsten kann ich auch nicht viel zur Geräuschkulisse sagen, da es bis auf den Brühvorgang keine Geräusche gibt. Die Cremesso heizt sich quasi lautlos auf (evtl. mal ein minimales Zischen vernehmbar). Bei der Bedienung ist mir noch aufgefallen, das ich mehrfach versucht habe, mit leerem Wassertank aufzubrühen, was mir nicht signalisiert wurde. Auf der Homepage von Cremesso steht zwar, es gäbe einen “Wassermangelsensor”, ich hab den Wassermangel allerdings nicht gemerkt.
Anschaffungspreis und laufende Kosten
Der Anschaffungspreis für die hochwertige Cremesso Compact Automatic ist in Deutschland derzeot noch recht hoch mit 179,- € angesetzt. Dazu ist zu sagen, dass es sich hierbei nur um die reine Maschine handelt ohne Zubehör oder Kapseln. Bei der Konkurrenz gibt es zu diesem Preis schon einen Milchaufschäumer schon dazu und einige Kapseln bzw. Cashback. Dem nicht genug sind die Kapseln auch noch recht hochpreisig. 16 Kapseln kosten 4,49,- € (je nach Shop dann zzgl. Versand), womit man auf etwa 0,28 € pro Kapsel kommt. Damit liegt man in etwa auf dem Niveau von Dolce Gusto und etwas unter dem noch etwas teureren Nespresso Kaffee. D.h. wie bei allen Kapselmaschinen: Geeignet sind diese Maschinen eigentlich nur für Gelegenheitstrinker mit wenigen Bezügen pro Tag. Im anderen Fall lohnt sich doch recht schnell die Anschaffung eines Kaffee-Vollautomaten.
Geschmack
Zunächst einmal die negativen Aspekte vorweg. Die Cremesso Compact Automatic kann auch Tee aufbrühen, was ich auch direkt als erstes ausprobiert habe, um die Ergebnisse nicht durch den dominanten Kaffeegeschmack zu verfälschen. Getestet habe ich den Früchtetee und den “Swiss Alpine Herbs” Tee mit Pfefferminze. Wie auch schon bei anderen Kapselsystemen muss ich sagen, dass der Tee mir nicht gefallen hat. Zwar waren die Farben des Tees kräftig, der
Geschmack aber von der Intensität her eher schwach und für meinen Geschmack etwas künstlich. Dies soll allerdings an dieser Stelle nicht allzu sehr ins Gewicht fallen, denn niemand wird sich ernsthaft eine solche Maschine zum Tee aufbrühen kaufen, schon gar nicht, wenn hauptsächlich Kaffee damit getrunken wird. Ich kann mir ohnehin nicht vorstellen, dass ein dauernder Gebrauch mit Kaffee sich mit dem Aufbrühen von Tee geschmacklich verträgt… aber das ist eine andere Geschichte. Wer möchte kann ja probieren!
So nun aber endlich zum Kaffee und Espresso der Cremesso Compact Automatic. Von den insgesamt 7 verfügbaren Kaffee-Kapseln (Limited Editions nicht mit eingeschlossen) habe ich drei getrunken (Leggero, Crema und Alba), die allesamt sowohl als Espresso als auch als Café Crema eine feste, beständige Crema in die Tasse gezaubert haben. Geschmacklich konnten die drei Sorten mich ebenfalls überzeugen: Als Espresso schmeckten diese kräftig, unaufdringlich, besonders der Alba mit deutlicher Säure und einem langanhaltenden Abgang. Auch der Café Crema gefiel mir durchweg gut, der milde Leggero entpuppte sich hier als leicht-verträglicher Alltagskaffee mit einigem geschmacklichen Potenzial. Insgesamt halte ich das Cremesso System für eine gangbare Alternative zur hochwertigen Konkurrenz von Krüger (K-Fee) und Tchibo (Cafissimo). Bei Nespresso werden geschmacklich noch etwas komplexere Sphären erreicht und auch die Sortenvielfalt ist größer. Dolce Gusto richtet sich aufgrund der vielfältigen Möglichkeiten mit Milchkapseln ohnehin an eine etwas andere Zielgruppe, dürfte geschmacklich mit einem Hauch vor der Cremesso liegen. Klar: Tassimo und Senseo steckt die Cremesso dank des hohen Drucks geschmacklich in die Tasche.
Fazit
Ich würde die Cremesso Compact Automatic empfehlen: Das Design ist schick, die Verarbeitung hochwertig und die Bedienung könnte kaum einfacher sein. Die Anschaffungskosten sind derzeit noch etwas hoch und auch die laufenden Kosten sind mit 28 Cent pro Kapsel auf einem hohen Niveau (wie Dolce Gusto).
Das liegt evtl. auch daran, dass es bisher in Deutschland noch kaum Anbieter gibt – so bleibt die Cremesso in Deutschland erstmal ein empfehlenswerter Geheimtipp, der etwa auf dem Level der Tchibo Cafissimo oder K-Fee Preferenza liegt (die Grundlage beider Systeme ist identisch). Bestellen kann man die Maschine im deutschen Shop von Comapp – leider ist das Angebot für 149,- € mit Milchaufschäumer und 192 Kapseln derzeit noch nicht freigeschaltet.
]]>
- vorbildlich! Zudem gibt es sogar authentische Bilder von den Plantagen und dem Röstvorgang. Mehr Informationen kann man eigentlich kaum zu einem Kaffee bekommen. Ansonsten zählt natürlich vor allen Dingen der Geschmack, dem ich in diesem Test zum Kaffee von Coffeethek auf den Grund gehen möchte.
Erster Eindruck: Verpackung zweckmäßig schick, Shop gut verständlich aufgebaut, versandkostenfrei ab 49,- € Bestellwert und eine Frischegarantie… was soll ich da noch sagen? Coffeethek macht alles richtig. Zum Geschmack des Coffeethek Peru Junin schreibt man bei Coffeethek:
Der Peru Junin Kaffee gehört zu den kräftigeren Kaffees in unserem Sortiment. Er ist sehr ausgewogen und mit einer leichten Geschmackssäure und einer samtig rauchigen Note.
Duft: Gleich beim Öffnen der Verpackung wird deutlich, dass die Frischegarantie nicht bloß eine Werbephrase ist, sondern tatsächlich ernst genommen wird. So frisch und intensiv kann nur ein Kaffee duften, der nicht lange gelagert hat.

Geschmack: Geschmacklich wartet der Coffeethek Junin Peru mit einer augewogenen, angenehmen Note Säure auf. Zwar ist auf der Verpackung “medium – kräftig” vermerkt, ich würde diesen Kaffee allerdings insgesamt eher als zurückhaltend einstufen. Mit seiner leichten Art, holzig-rauchigen und eher zart fruchtigen Anklängen gehört er der Coffeethek Peru Junin Kaffee zu den gut verträglichen Alltagskaffees. Dazu trägt auch der angenehm unaufdringliche Abgang dieses Kaffees bei. Mit diesem Geschmack kann ich den Kaffee nur für den alltäglichen Café Creme empfehlen. Für Cappuccino und Latte Macchiato geht dieser Kaffee natürlich auch, er könnte aber dafür insgesamt etwas aromatischer sein.
Fazit: Für 21,60 € pro kg gibt es bei der Coffeethek einen sehr runden, gut abgestimmten Alltagskaffee, der als Café Creme durch seine Ausgeglichenheit Akzente setzen kann. Aromatische Gourmet-Höhenflüge bleiben aus, sehr gut ist der Coffeethek Peru Junin aber allemal und hat sich seine 8 von 10 Punkten redlich verdient.

das Geschäftsmodell “überall sparen, außer an der Qualität”, sodass hier der Jamaica Blue Mountain mit 500g Verpackungsgröße “nur” 29,99 € kostet (59,98 €/kg), anstatt der sonst üblichen bis zu 150,- €.
Erster Eindruck: Der Shop der Prime Coffee Traders ist leicht zu bedienen, das Konzept überzeugt und der Preis stimmt. Auch die goldene Verpackung mit Aroma-Ventil ist schick und zweckmäßig. Der erste Eindruck stimmt also. Zum verhältnismäßig sehr günstigen Kaffeepreis schreibt Prime Coffee Traders:
Wir sind der Überzeugung, dass eine exklusive Kaffeespezialität wie Jamaica Blue Mountain deutlich preiswerter bei zugleich höchster Qualität angeboten werden kann. Dies erreichen wir, indem wir bei allem sparen was üblicherweise den Kaffee verteuert, aber zu dessen Qualität nichts beiträgt. Durch die Fokussierung auf nur eine Sorte, den Einkauf in großen Mengen direkt beim Produzenten, das Anbieten nur einer Verpackungsgröße und vielen weiteren Optimierungspotenzialen sparen wir unnötigen Aufwand und Kosten. Ein Vorteil, welchen wir an unsere Kunden in Form eines hervorragenden Preis-Leistungs-Verhältnisses weitergeben.
Duft: Der Kaffeeduft ist beim Jamaica Blue Mountain besonders ausgeprägt: Die fruchtigen Aromen dringen besonders intensiv hervor und kündigen einen erhöhten Säuregehalt an. Das macht Lust auf den Geschmackstest.

Geschmack: Der Jamaica Blue Mountain von Prime Coffee Traders schmeckt herb und intensiv, wobei klar die fruchtigen Aromen dominieren. Auch die Säure trägt einen gehörigen Teil zum fruchtigen Geschmack bei und fügt sich einwandfrei ins Gesamtbild ein. Aufdringlich oder unangenehm ist der hohe Säureanteil nie und auch die Verträglichkeit leidet darunter nicht. Besonders kommt dies auch bei Kaffee-Spezialitäten mit Milch zur Geltung – hervorragend schmeckte z.B. Cappuccino mit dem Jamaica Blue Mountain.Insgesamt besticht der Jamaica Blue Mountain durch seine unaufdringliche Art, die ihn – abgesehen vom Preis – zum bestechenden Alltagskaffee macht. Auch die Crema gelingt wunderbar kräftig und beständig. Das Mundgefühl ist zart, der Abgang kurz aber prägnant. Leider fehlt mir, wie schon beim letzten Jamaica Blue Mountain Kaffee Test, das letzte Quentchen Besonderheit, um den immer noch recht hohen Preis zu rechtfertigen. Wer aber mal probieren will oder ein Geschenk für einen Kaffeeliebhaber sucht, kann mit diesem Kaffee eigentlich nichts falsch machen.
Fazit: Mit 29,99 € pro 500g (also 59,98 € pro kg) ist der Jamaica Blue Mountain von Prime Coffee Traders ein verhältnismäßig teurer Kaffee, der dafür geschmacklich ein vergleichsweise komplexes, fruchtiges Aroma mit angenehmer Säure bietet und insbesondere als Cappuccino oder Latte Macchiato hervorragend schmeckt. Der günstige Jamaica Blue Mountain, dem hier nur ein Quentchen “besonderes Aroma” gefehlt hat, um sich von anderen hervorragenden Kaffees abzuheben, bekommt von mir 9 von 10 Punkten.

Erster Eindruck: An dieser Stelle werden sich einige fragen: Wieviel kostet denn der Jamaica Blue Mountain von Kaffeeprojekt nun? Mit 13,90 € pro 250g (also 55,60 € pro Kilo) ist der Jamaica Blue Mountain von Kaffeeprojekt auch kein Schnäppchen, allerdings ist ein Drittel des Normalpreises bei diesem besonderer Liebhaber-Kaffee sicher eine echte Kampfansage. Erreicht wird dies durch konsequente Einsparungen in allen Bereichen und die ausschließliche Spezialisierung des Shops auf diesen einen, besonderen Kaffee. Zum Kaffee selbst schreibt Kaffeeprojekt:
Das Anbaugebiet des Kaffees ist auf ca. 6.000 Hektar beschränkt, weshalb auch nur eine sehr begrenzte Menge echten Jamaica Blue Mountain Kaffees auf dem Markt verfügbar ist (die gesamte Jamaica-Blue-Mountain-Ernte beträgt etwa 0,1% der kolumbianischen Kaffeeernte). Schätzungen besagen, dass zwischen 80-90% davon nach Japan verkauft werden.
Geschmacklich zeichnet sich Jamaica Blue Mountain aus durch einen vollmundigen, ausgewogenen Körper, mit einem leicht süßlichen und nussigem, teils karamellartigen Aroma und einer sehr feinen Säure. Er wird mitunter als “Champagner des Kaffees” bezeichnet.
Duft: Beim Duft ist der Jamaica Blue Mountain sicher Spitzenklasse: Feine, fruchtige Aromen strömen aus der Verapackung. Ein Duft, den man eigentlich – selbst als Kaffeemuffel – kaum nicht mögen kann.
Geschmack: Der Jamaica Blue Mountain von Kaffeeprojekt ist keine Diva – egal ob schwarz, mit Milch oder als Cappuccino oder Latte Macchiatom, dieser Kaffee fällt nicht negativ auf. Im positiven Sinne ist ihm daher eine besonders gute Verträglichkeit zu bescheinigen und auch der Geschmack überzeugt. Mit seiner feinen, eher zurückhaltenden Säure in Kombination mit vielschichtigen fruchtig-nussigen Aromen ist der Jamaica Blue Mountain ein eher komplexer Kaffee, der aber dennoch nicht nur eine Empfehlung für Kaffee-Gormets ist. Zwar lässt sich dieser Kaffee geschmacklich in keine Schublade stecken – ich könnte nun über den nussig bis fruchtigen Geschmack mit leichten Vanille Anklängen philosophieren – er überfordert aber auch nicht mit allzu schweren Noten, wie man es von anderen Gourmet-Kaffees gewohnt ist. Einziger Kritikpunkt an diesem Kaffee ist eigentlich, dass der “Showeffekt” ausbleibt. Sicher schmeckt der Jamaica Blue Mountain von Kaffeeproekt sehr gut, wirklich überrascht war ich aber nicht. Für doch immer noch recht hohen Preis, der ihn sicher für die meisten Interessenten als Alltagskaffee ausscheiden lässt, fehlen mir persönlich der “Aha-Effekt” und etwas kräftigere Aromen.
Fazit: Mit 13,90 € pro 250g (also 55,60 € pro Kilo) bleibt der Jamaica Blue Mountain von Kaffeeprojekt sicher, zumindest in Relation zu anderen Kaffees, kein Schnäppchen, liefert aber mit fein abgestimmten vielfältigen Aromen einen sehr guten und bekömmlichen Kaffee. Mir persönlich hat zur vollen Punktzahl eigentlich nur “das gewisse Etwas” gefehlt, deswegen gibt es trotzdem sehr gute 9 von 10 Punkten für den Jamaica Blue Mountain.

Erster Eindruck: Bei Mondo del Caffé bekommt man, was ich als eine Hauptsache beim Thema Kaffee bezeichnen würde, frischen Kaffee geliefert mit Röstdatum, die häufig weniger als einen Monat zurückliegen. Verpackung und Design kommen in typischer goldener Farbgebung daher und auch ein Frischeventil findet sich. Daneben gibt es auch auf der Verpackung wieder einige Informationen zum Kaffee, hier gibt es nichts zu mäkeln. Besonders schön im Shop von Mondo del Caffé selbst sind, wie schon eingangs erwähnt, die ausführlichen Beschreibungen. Hier nun die Beschreibung zum Kaffee “Kenya AA ‘Nyanja’”:
Dieser Kaffee kommt aus den Kirinyaga Anbaugebieten, sie liegen in ca. 1.550 m Höhe westlich der Stadt Nyeri. “Nyanja” ist der Name der Aufbereitungsstation in der der Kaffee verarbeitet wird, sie wird von der Baragwi Bauern Kooperative geleitet. Die Kooperative besteht aus etwas mehr als eintausend Bauern / Farmern sie produzieren einen Rohkaffee der Spitzenklasse der bei den kenyanischen Versteigerungen Spitzenpreise erzielen konnte. Das AA als Zusatz steht für die höchste Qualität in Kenya (besonders großer Screen) abwärts geht es mit AB; BB; BC usw.
Duft: Überraschend frische, intensiv fruchtige Noten strömen aus der Packung, so wie ich es mir vorgestellt habe. Ein Kenianer, der Lust auf Kaffeegenuss macht.
Geschmack: Anders als erwartet punktet der Mondo del Caffé Kaffee bei mir schon beim ersten verkosteten Kaffee. Schon beim typischen Vollautomaten-Kaffee (Schümli) schmeckt der Kenya AA Kaffee aromatisch-fruchtig, hat eine gewisse Spezialität, die ihn auszeichnet und fällt nicht negativ durch zu kräftige Säure auf. Vielmehr besitzt der Kaffee eine kräftige, aber nicht uangenehme Säure. Sicherlich bleibt dies Geschmackssache, aber der Kenya AA “Nyanja” zeichnet sich gerade dadurch besonders aus und hebt sich von der Masse ab. Fruchtige Noten dominieren diesen Kaffee, der mit mittlerem Körper und leichtem Mundgefühl außergewöhnlich bekömmlich ist. In Latte Macchiato oder Cappuccino ist mir der Kaffee allerdings etwas zu zurückhaltend, hier könnte die Säure gern noch etwas kräftiger sein. Wer insgesamt aber einen außergewöhnlich fruchtigen Kaffee mit zarten Zitrus-Noten sucht, wird mit dem Kenya AA “Nyanja” sicher glücklich werden.
Fazit: Ein runder Kaffee aus Kenia, der die Stärken des kenianischen Kaffees stark repräsentiert, ohne dabei aufdringlich zu werden – dank der fruchtigen Noten und angenehmer Säure sicher ein Kaffee, den Kaffeeliebhaber einmal probiert haben sollten. Seine besondere Andersheit täuscht aber darüber nicht hinweg, dass die fruchtigen Noten mit einem Hauch Zitrus doch etwas eintönig sind und der Kaffee insgesamt eher eine leichte Erscheinung hat. Insgesamt gibt es für diesen bekömmlichen Kaffee aus Kenia, der im Shop von Mondo del Caffé erhätlich ist, 8 von 10 Punkten.

Erster Eindruck: Für mich ist die Frische eines Kaffees einer der entscheidenden Faktoren für einen guten Kaffee. Wer im Supermarkt einmal aus Versehen einen Monate alten Kaffee erwischt hat, weiß wahrscheinlich, wovon ich spreche. Dies ist zwar nicht ein direktes Argument für den Kaffee, aber zumindest schon mal ein Grund, hier einen positiven ersten Eindruck mitzunehmen vom Shop von kaffeezentrale.de. Positiv aufgefallen am Shop ist mir außerdem die recht ausführliche Geschmacksbeschreibung. Hier ein Ausschnitt zum italienischen Barbera Kaffee “Mago”:
Er hat alles, was einem reinen Arabica nachgesagt wird (Eleganz, Finesse, Aromenvielfalt) PLUS das, was einem reinen Arabica immer fehlt (üppige Cremabildung, Körper). Süsse und Kraft, dabei unglaublich weich und ausgewogen, mit zarten Röstaromen nach dunkler Schokolade, Nüssen und Früchten – einfach nur zauberhaft. Und dann erst der Nachgeschmack, intensiv, spannend und immer wieder überraschend.
Duft: Der Barbera Kaffee “Mago” duftet intensiv rauchig-herb, was bei der dunklen, italienischen Röstung aber auch nicht anders zu erwarten war.
Geschmack: Derartig dunkle Kaffees sind Geschmackssache, aber wer sich mit einem mit 30% hohen Robusta Anteil arrangieren kann und kräftigen Kaffee mag, kann mit dem Barbera Kaffee “Mago” glücklich werden. Der Robusta Anteil ist zum einen Garant für eine feste Crema, andererseits bietet der Barbera Kaffee
dadurch eine ausgeprägte, nicht unangenehme Säure. Wobei dazu aber zu sagen ist, dass die Säure durchaus von einigen Kaffeetrinkern als negativ empfunden werden könnte – für mich ist die Säure genau richtig. Geschmacklich ist der Kaffee sicher überdurchschnittlich mit rauchig-herben, zartbitter Schokoladen Noten. Die auf der Homepage angepriesene geschmackliche Vielfalt der Arabica-Bohnen bleibt dagegen ein bisschen auf der Strecke, was aber angesichts der Stärken des Barbera Kaffee Mago verkraftbar ist. Dank des herb-kräftigen Aromas und einer angenehmen Säure kann er durchaus überzeugen, vor allen Dingen mit Kaffee Spezialitäten. Durch die Kombination mit Milch ergibt sich ein ausgewogenes Geschmacksbild, während der Barbera Kaffee Mago als Schümli vielen sicher zu sehr Charaktertyp und zu sehr “Italian roast” ist.
Fazit: Der Barbera Kaffee “Mago” ist zwar nicht unbedingt “magisch”, kann aber durchaus mit überdurchschnittlichem und sehr kräftigem Aroma überzeugen. Dank des hohen Robusta Anteils von 30% bietet er eine kräftige Säure. Mit diesen Eigenschaften ist er nicht unbedingt ein Jedermann-Kaffee, kann aber, insofern man kräftigen Kaffee mag, sehr gut gefallen. Für diesen Kaffee, der auf kaffeezentrale.de für 29,90 € pro kg erhältlich ist, gibt es von mir 8 von 10 Punkten.

Nun aber zum Espresso Mokka D’Ethiopia: Nach dem Druck auf die kleine Tassengröße muss ich feststellen, dass die Crema eher flüchtig ist und er Espresso mir deutlich zu stark. Die zweite Runde mit einem Druck auf die größere Tassenvariante gelang dann deutlich besser. Es zeigt sich eine gute Cremabildung, die nicht so flüchtig ist, wie beim ersten Versuch. Auch geschmacklch gefällt mir das Ergebnis deutlich besser, denn die herben Noten sind deutlich ausgewogener. Wirklich Freude bei Espresso Fans wird an sich beim Mokka D’Ethiopia allerdings nicht aufkommen, denn mit einem Espresso aus dem Siebträger kann der Espresso aus der Tchibo Cafissimo nicht mithalten – auch die Konkurrenz von Nespresso ist so nicht erreichbar. Für einen nicht allzu komplexen, recht herben Espresso mit mittlerer Säure für Zwischendurch taugt der Mokka D’Ethiopia trotzdem auf jeden Fall. Preislich macht der als “Grand Classe” bezeichnete Espresso seinem Namen alle Ehre: Ab August sind 10 Kapseln für 3,99 € erhältlich.
]]>
Der “Dummeklemmder Kaffee” ist der quasi offizielle Kaffee der Stadt Ratingen, der nicht nur als Souvenir für Touristen herhält, sondern auch per Online-Shop bei der Kettwiger Rösterei zu erwerben ist. Mit Vorurteilen möchte ich deswegen nicht an den Test des Kaffees herangehen, den ein Blick ins Kaffee-Ranking zeigt: Die Kettwiger Rösterei hat sich schon mit dem “La Cascada” Kaffee in mein Herz geröstet und belegt dort zusammen mit dem Coffee Circle Limu den ersten Platz. So stehen auch die Chancen gut, dass mich beim “Dummeklemmer Kaffee” keine überteuerte Touristenware erwartet, sondern ein Kaffee mit einer interessanten Geschichte gepaart mit guter Qualität. Ob dies so ist, wird der Test zeigen.
Erster Eindruck: Die Röstung steht bei der Kettwiger Rösterei ganz im Zeichen der Deutschen Röstergilde, es geht also alles um Qualität, Nachhaltigkeit und gemächliche Röstzeiten, die für einen ansprechenden Geschmack sorgen sollen. Spannend beim Dumeklemmer Kaffee ist aber vor allen Dingen die unterhaltsame, regional geprägte Geschichte hinter dem Kaffee, die man so auf der Homepage der Kettwiger Rösterei findet:
Dumeklemmer-Sage Seit Jahrhunderten haben die Ratinger den Spitznamen “Dumeklemmer” (Daumenklemmer). Angeblich haben sie dem heiligen Suitbertus vor langer Zeit den Daumen im Stadttor eingeklemmt, als dieser die damals noch heidnischen Ratinger Bürger zum Christentum bekehren wollte. In seinem Schmerz soll Suitbertus daraufhin einen Fluch über die Ratinger gesprochen haben, der besagte, dass alle Ratinger Kinder in Zukunft mit einem platten Daumen geboren werden sollten. Ob der tatsächliche Ursprung des Namens „Dumeklemmer“ nicht doch darauf zurückzuführen ist, dass Ratingen jahrhundertelang Sitz des Scharfrichters des Bergischen Landes war und das Anlegen von Daumenschrauben zu den besonders gefürchteten Foltermethoden gehörte? Wer weiß …
Duft: Beim Öffnen der Packung präsentiert sich der Dumeklemmer Kaffee wie von der Kettwiger Rösterei nicht anders gewohnt frisch mit durchaus würzig-nussigen Anklängen. Das macht natürlich Lust auf den Geschmack des Kaffees.
Geschmack: Als Schümli-Kaffee hat mich der Dumeklemmer Kaffee nicht ganz überzeugen können. Etwas zu ungestüm war mir persönlich das Geschmacksbild, die Säure etwas zu kräftig und die nussig-herben Aromen etwas zu dominant – klar hier kann man natürlich nachregulieren in den Einstellungen, dann geht aber die typische Schümli-Konsistenz und die schöne Crema verloren. Der Körper des Dumeklemmer Kaffee ist voll, Konsistenz und Mundgefühl angenehm seidig.
Abgesehen davon, dass mir der Dummeklemmer Kaffee als Schümli gut, aber nicht überwältigend gut gefallen hat, ist mir besonders seine Qualität als Cappuccino aufgefallen: Die Säure wird durch die Milch auf ein angenehmes Maß reduziert und die kräftigen Aromen kommen sehr gut zur Geltung. Dies dürfte auch in anderen Kaffee-Spezialitäten mit Milch nicht anders sein.
Fazit: Für 23,60 € /kg gibt es bei der Kettwiger Rösterei, übrigens mit neuem Internetauftritt espresso-roesterei,de, den Dumeklemmer Kaffee mit einer unterhaltsamen Geschichte und besonderen Qualitäten im Bereich der Kaffee Spezialitäten. Wer besonderen Spaß an vergleichsweise hohem Säuregehalt und kräftigem Aroma hat, der kann zuschlagen – erst Recht aber, wenn Cappuccino und Latte Macchiato zu den persönlichen Favouriten zählen. Für diesen guten Kaffee gibt es 7 von 10 Punkten.

Weitere Kaffeetests findet ihr in unserer Übersicht.
]]>
Über die neuen Delonghi Vollautomaten habe ich ja schon mal recht abstrakt berichtet. Aus der neuen Delonghi ECAM-Serie durfte ich nun die ECAM 22110 B testen, die im günstigen Segment wohl am ehesten eine Alternative zum Klassiker ESAM 3000 B bildet – übrigens hat die letztgenannte Kaffeemaschine mittlerweile bei Amazon satte 548 Bewertungen, die insgesamt zu sehr guten 4 von 5 Sternen führen.
Design und Verarbeitung
Nun aber wieder zum neuen Delonghi Vollautomaten mit dem nicht mehr ganz so einprägsamen Namen ECAM 22110 B: Vor allen Dingen das andere Design sticht sofort ins Auge. Es wird ein modern-kantiger Eindruck vermittelt und auch die Hochglanzoberfläche in Schwarz steht ganz im Zeichen aktueller Küchentrends. Auch die Edelstahl-Tassenablage macht einen sehr wertigen Eindruck – bei günstigeren Modellen der alten ESAM-Serie wurde hier eine Plastik Tassenablage verwendet. Design-technisch gibt es also für die Delonghi ECAM 22110 B schon mal die volle Punktzahl.
Nach dem Auspacken ist der kompakte Vollautomat schnell betriebsbereit. Die Hochglanzoberfläche des Delonghi ECAM 221110 B spiegelt recht stark, sieht aber trotzdem edel aus, auch wenn das Hochglanzdesign natürlich nicht jedem gefällt. Die Bedienung des Vollautomaten fällt leicht: An der Bedienfront finden sich einige Tasten für Füllmenge, Dampf und Reinigung. Zur Einstellung der Kaffeemenge ist der Drehregler gedacht. Sollte man doch einmal eine Funktion nicht zuordnen können, gibt die Bedienungsanleitung schnell Auskunft.
An der linken Gehäusefront ist eine Dampfdüse zum manuellen Aufschäumen von Milch. Wer seinen Latte Macchiato oder Cappuccino komplett automatisch haben möchte, muss etwas tiefer in die Tasche greifen. Solche Funktionen gibt es bei Delonghi z.B. bei der ESAM 6700 Primadonna Avant oder auch der aus Großbritannien günstig zu bestellenden Delonghi ESAM 5500. Mit der Aufschäumdüse der Delonghi ECAM 22110 B kann natürlich auch warmes Wasser aufbereitet werden. Bei der Bedienung fällt auf: Die Lautstärke ist moderat. Wer einen Kaffee-Vollautomaten besitzt, wird das kennen. Wirklich leise ist eigentlich keiner, außer teure Gastro-Geräte. Recht positiv sehe ich übrigens immer eine stufenlose Einstellung der Kaffeemenge. Manche günstige Vollautomaten beschränken sich z.B. auf drei Stufen. Um geschmacklich besser variieren zu können, ist eine stufenlose Einstellung natürlich besser.
Noch eine kleine Besonderheit stellt bei der Delonghi ECAM 22110 B die einstellbare Temperatur dar. Hier kann man in vier Stufen variieren. Welche Temperatur sich allerdings hinter den Einstellungen verbergen, konnte ich nicht herausfinden.
Reinigung
Wie immer bei Delonghi lässt sich die Brühgruppe mit einem einfachen Klicksystem entnehmen und unter Wasser abspülen – das ist ein Pluspunkt, mittlerweile aber nicht mehr so besonders. Viele andere Hersteller haben den Vorteil gesehen und sich angepasst bzw. dieses “Feature” auch schon lange angeboten. Erwähnenswert ist es aber allemal, da gerade Vollautomaten besonders gut gereinigt werden müssen und die herausnehmbare Brühgruppe diesen Vorgang um einiges erleichtert.
Außerdem gibt es ein automatisches Reinigungsprogramm, das die Delonghi ECAM 22110 B vor jedem Brühvorgang mit klarem Wasser durchspült. Integriert ist außerdem ein Wasserfilter, der je nach Nutzungsintensität etwa alle zwei Monate ausgetauscht werden muss. Beim Testmodell der Delonghi ECAM 22110 B klapperte der Wasserfilter allerdings etwas, sobald der Wassertank halb voll war – ob dies ein kleines Problem der Delonghi ECAM 22110 B im Allgemeinen ist oder ein Einzelfall, konnte ich noch nicht klären.
Garantie bei Delonghi
Delonghi gibr auf alle Kaffee-Vollautomaten 3 Jahre bzw. 5000 Tassen Garantie. Je nach der Anzahl an Brühvorgängen kann die Garantiezeit unter Umständen also auch kürzer ausfallen als 3 Jahre, was auch dem Regelfall entsprechen sollte. Bei einem normalen Hausgebrauch, ist dies aber sicher fair.
Im Gegensatz zur alten Delonghi ESAM 3000 B hat die ECAM 22110 B eine deutlich modernere Optik und wirkt etwas hochwertiger, z.B. durch die Tassenabstellfläche aus Edelstahl. Für 379,- € (inklusive Versand bei Amazon) ist der Vollautomate ein sehr faires Angebot und es gibt sogar nette Gimmicks, wie die Temperatureinstellung, die recht untypisch in dieser Preisklasse ist. Wer nicht so sehr auf Äußerlichkeiten setzt, kann aber auch auf die zuverlässige ESAM 3000 B setzen, denn technisch gibt es eigentlich nichts neues.
]]>
Beim Krüger K-Fee System wurde hier im Blog besonders diskutiert, als dieses bei Penny im Angebot war, sodass ich mir nicht nehmen lassen konnte, die K-Fee 770 WS selbst zu testen. Dass meine K-Fee 770 WS damals auch einen Defekt hatte und ich die Kaffeemaschine postwendend zurückgegeben habe, war wohl nicht unbedingt die Ausnahme. Das eigentlich hoffnungsvoll als “Volkskaffeemaschine” beworbene System mit attraktiven Preisen konnte ich wegen der
Maschinenqualität und dem bis dato nicht sehr guten Geschmack nicht empfehlen. Dieses mal habe ich die K-Fee Preferenza, den offiziellen Nachfolger der K-Fee 770 WS, im Test. Die Kapselmaschine bekommt man auch zu dem Kurs von 69,- € bei Penny inklusiver einiger Kapseln. Ich kann jedoch schon vorweg sagen, dass sich – abgesehen vom Preis und den Kapseln – einiges zum Positiven geändert hat, bei dem K-Fee System. Mehr dazu im ausführlichen Testbericht zur K-Fee Preferenza.
Verpackung, Zubehör und Aufbau
Wie zu erwarten war, ist die K-Fee Preferenza gut verpackt und auch der Aufbau bereitet keine Probleme. Die Bedienungsanleitung hat so viele Bilder, dass die verschiedenen Sprachen eigentlich schon fast als überflüssig gelten dürften. Ich jedenfalls habe mich voll und ganz auf die völlig länderunabhängige Bildersprache verlassen können und bin so gut zurecht gekommen. Wenn die K-Fee Preferenza erstmal steht und der Wassertank befüllt ist, muss man die Maschine durchspülen und schon ist die für den Betrieb bereit. Plastikgeschmack konnte ich nach dem Durchspülen nach Anleitung nicht feststellen, was ich als sehr positiv werte.
Nettes Gimmick am Rande sind die beigelegten Rezeptkarten. Sie enthalten eine Übersicht der Heißgetränke, die man mit der K-Fee Preferenza zubereiten kann. Dies ist nicht nur praktisch, sondern auch schick und ich habe das System tatsächlich genutzt, um meinen Cappuccino aufzubrühen. Durch die Bedienung der zwei Knöpfe “große Tasse” oder “kleine Tasse” kann man innerhalb der Rezepte noch variieren, was für eine größere Geschmacksvielfalt und Auswahl sorgt.
Das Design hat mir bei der alten K-Fee 770 WS eigentlich schon sehr gut gefallen, rein vom optischen Aspekt her gesehen. Es wurde aber bei der K-Fee Preferenza komplett neu entwickelt und so ist nun z.B. der Wassertank an der Hinterseite deutlich komfortabler. Die grün beleuchteten Knöpfe sind evtl. nicht ganz “en vogue”, aber völlig in Ordnung. Ansonsten gibt es bei der Kaffeemaschine eine klare, seriöse
Formsprache, die durchaus in moderne Haushalte passt und hier und da auch durch Metallelemente punktet (Tassenablage, Bedienhebel).
Auch passen recht große Tassen in die K-Fee Preferenza, denn den Sockel kann man herausnehmen und die Tassenablage eine Etage niedriger legen, sodass Tassen bis 140mm in die Maschine passen. Allzu “bauchig” sollten die Tassen aber nicht sein, denn die Öffnung zum Abstellen der Tassen ist vergleichsweise klein, sodass ausladende Tassen kaum Platz finden. Meine Cappuccino Tassen waren gerade noch so in Ordnung.
Bedienung und Geschmack
Bei der reinen haptischen Qualität der Teile hebt sich die K-Fee Preferenza doch recht deutlich von dem Vorgängermodell K-Fee 770 WS ab. Der Wassertank lässt sich nun im Alltagsbetrieb schnell und bequem wechseln. Auch das Einlegen der Kapseln und Aufbrühen ist quasi “idiotensicher”. Besonders kritikwürdig erschien mir beim Vorgängermodell die Lautstärke des Brühvorgangs – die K-Fee 770 WS war doch sehr laut. Dies hat man sich bei Krüger offensichtlich zu Herzen genommen. Nun bewegt sich die K-Fee Preferenza in einem durchschnittlichen Lautstärkebereich, was die Kapselmaschinen angeht und hat ein angenehmes Brühgeräusch, dass sich ohne weiteres ertragen lässt. Dies lässt sich auch auf den unruhigen Brühvorgang der K-Fee 770 WS übertragen – auch hier wirkt die K-Fee Preferenza einfach irgendwie “runder”. Insgesamt scheint die Technik optimiert worden zu sein, sodass ich jetzt auch damit rechne, dass die Kapselmaschine im Alltag zuverlässiger ist.
Komischerweise hat sich der Eindruck ergeben, dass auch der Geschmack bei der K-Fee Preferenza besser geworden ist, obwohl das Brühsystem natürlich das gleiche geblieben ist. Der Kaffee läuft heiß aus der Maschine und schmeckt durchaus bekömmlich. Ich würde die K-Fee Preferenza ungefähr auf das Level der gerade getesteten Tchibo Cafissimo stellen. Mit Klassenprimus Nespresso und auch mit der sehr guten Dolce Gusto kann die Maschine nicht ganz mithalten geschmacklich. Vor allen Dingen die Milchkapseln schmecken einen Deut künstlicher als beim Dolce Gusto System. Allerdings muss man zur Verteidigung der K-Fee Maschine auch sagen, dass die Kapseln mit etwa 23 Cent (3,79 € für 16 Stück) auch die günstigsten in diesem Vergleich sind und damit beim Thema Preis-Leistung ein faires Angebot bietet. Vorteil gegenüber Nespresso ist außerdem, dass die K-Fee Kapseln auch offline im Supermarkt gekauft werden können.
Fazit: Würdiger Nachfolger der K-Fee 770 WS
Zwar wird es die K-Fee Preferenza immer noch sehr schwer haben, sich am stark umkämpften Markt zwischen den großen etablierten Marken eine Nische zu schaffen, aber die Voraussetzungen sind geschaffen: Ein fairer Maschinenpreis, gute Kapselpreise und ein insgesamt rundes System sprechen für sich. Geschmackliche Höhenflüge darf man nicht erwarten, aber guten Kaffeegeschmack zum fairen Preis – vielleicht ist die K-Fee Preferenza die “Volkskaffeemaschine”, die die K-Fee 770 WS von Anfang an werden sollte. Kaufen kann man die K-Fee Preferenza z.B. lokal oder online bei Amazon.
]]>